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Rollator, Rollstuhl im Treppenhaus oder Hausflur abstellen

Wenn Sie als Mieter auf einen Rollator oder Rollstuhl für die Erhaltung Ihrer Bewegungsfähigkeit angewiesen sind, dann muss der Vermieter das Abstellen solcher Gegenstände im Treppenhaus oder Hausflur dulden, wenn diese Hilfsmittel für andere nicht störend sind.

Vermieter fordert, dass ein Rollstuhl oder Rollator in der Wohnung abgestellt wird

  • Der Vermieter kann nicht fordern, dass ein Rollstuhl oder Rollator von Betroffenen in die Wohnung verbracht wird, wenn dies für den/die Betroffenen nicht zumutbar ist, dies z.B. nur mit Hilfestellung durch andere Personen möglich wäre - für einen in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkten Menschen ist es meist nicht möglich, solche Hilfsmittel alleine zu tragen.
  • Betroffene könnten sich dann nicht alleine fortbewegen, da dann ja auch für das Verlassen (oder Betreten) des Hauses die Hilfe anderer erforderlich wäre, die Selbständigkeit von in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkten Menschen dadurch zu sehr bzw. mehr als zumutbar eingeschränkt würde.
  • Dies kann eventuell anders sein, wenn sich eine Wohnung im Erdgeschoss eines Hauses befindet. Der Rollstuhl muss dann natürlich durch die Wohnungstür passen.
    Gerade bei Rollstühlen ist das Verbringen bzw. Einfahren in die Wohnung öfter wegen einer zu geringen Breite der Wohnungseingangstür (oder auch wegen einer Bodenschwelle) nicht oder nur mit Hilfe anderer Personen möglich, und in einer Wohnung kann z.B. auch wegen eines viel zu engen Flures oder schmaler Zimmertüren keine Abstellmöglichkeit gegeben sein.

Rollstuhl, Rollator darf keine Unfallgefahr sein, andere Mieter, Besucher nicht behindern

Das Abstellen von Rollatoren und Rollstühlen im Haus darf nicht zu einer Unfallgefahr für Nachbarn oder auch für Besucher des Hauses werden, weil zum Beispiel ein Durchgang zu eng wird.

Abstellen eines Rollstuhls, Rollators im Hausflur - zu enger Fluchtweg, Brandschutz

  • Ein zu enger Durchgang in einem Hausflur kann auch eine wesentliche Behinderung für einen frei zu haltenden Fluchtweg sein - Brandschutzbestimmungen müssen beachtet werden!
Hinweis

Gehen keine wesentlichen Behinderungen oder ernsthafte Gefahren von einem abgestellten Rollstuhl oder Rollator aus, dann muss der Vermieter das Abstellen dulden, wenn Sie oder ein Mitglied Ihres Haushalts in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind und Ihnen deshalb nicht zugemutet werden kann, solche Hilfsmittel über Treppen in Ihre Wohnung zu bringen, oder vor der Benutzung aus Ihrer Wohnung zu holen.

  • Ggf. kann der Vermieter verlangen, dass ein Rollator oder ein Rollstuhl (wenn das überhaupt möglich ist) zusammengeklappt wird.

Redaktion


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