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Garten vermietet - Gartenpflege und Nutzung durch Mieter

Ist der Garten mitgemietet, dann kann der Mieter verpflichtet sein, diesen zu pflegen.

Gartenpflege vertraglich vom Mieter übernommen

Eine Pflicht zur Gartenpflege für Mieter besteht aber nur, wenn dies mit dem Mietvertrag oder auch in einer besonderen Vereinbarung geregelt wurde - das muss ausdrücklich vertraglich vereinbart sein.

Garten an Mieter vermietet - muss der Mieter diesen pflegen?

Allein aus dem Umstand, dass der Garten vermietet wurde, ergibt sich nicht automatisch, dass der Mieter den Garten auch pflegen muss.

Mit dem Mieter ist vertraglicht nur ganz allgemein eine Gartenpflege vereinbart

Haben Mieter nur allgemein die Gartenpflege übernommen, so fallen unter die übernommenen Pflegearbeiten nur einfache Arbeiten, die keine Fachkenntnisse erfordern und für die auch keine höheren Kosten entstehen, so das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az. I-10 U 70/04).
Einfache Tätigkeiten sind z.B.:

Wege sauber halten,

Rasen mähen,

Unkraut beseitigen,

Entfernen von Laub und Grünschnitt.

Gartenpflege - Sträucher pflanzen oder entfernen, Bäume beschneiden, Spielgeräte aufstellen

Für größere Umgestaltungen des Gartens, die bei Mietvertragsende nicht ohne weiteres rückgängig gemacht werden können, sollten Mieter möglichst eine Abstimmung mit dem Vermieter vornehmen, die auch schriftlich so dokumentiert wird, dass die Umgestaltung des Gartens am Mietvertragsende nicht entfernt werden muss.

  • Dies gilt z.B. auch für die Errichtung eines Gartenhauses, Gerätehauses. Solche baulichen Maßnahmen sollten Sie sich immer vom Vermieter genehmigen lassen und auch klären, was am Ende des Mietvertrags damit geschehen soll.
Hinweis


Streit entsteht öfter, wenn Mieter "bauliche Veränderungen" im Garten durchführen, z.B. ein Gerätehaus aufstellen, dafür ein Betonfundament errichten, einen Weg aus Platten errichten etc. 

Auch ein Gartenteich kann eine bauliche Veränderung sein.

Klärung mit dem Vermieter, wie dieser sich die Pflege und Nutzung des Gartens vorstellt

Manchmal ist dem Vermieter - wenn er z.B. selbst vorher dort gewohnt hat, oder einen Teil des Gartens selbst benutzt - der Garten sehr wichtig. Solche persönliche Beteiligung ist kaum in den Griff zu bekommen. Kommt es zum Streit über die Gartenpflege, ist der Vermieter mit der Nutzung nicht einverstanden, dann bemüht sich der Vermieter vielleicht, den Vertrag so bald wie möglich zu beenden. Gehen Sie auf den Vermieter zu.

Vermieteter Garten - Mieter hat Gartenpflege übernommen - Garten verwildert

Wird die Gartenpflege vom Mieter überhaupt nicht ausgeführt, oder kommt es zu einer Verwilderung, Verwahrlosung, so kann der Vermieter berechtigt sein die Arbeiten in Auftrag geben und entstandene Kosten vom Mieter zurückverlangen.

Wann ein Garten als verwildert oder verwahrlost anzusehen ist, das ist eine Frage des Einzelfalls. Können sich Mieter und Vermieter nicht einigen, dann kann ein solcher Streit über unterschiedliche Anschauungen zur Gartenpflege und wegen der Kostenforderung des Vermieters durchaus vor Gericht landen.


Redaktion


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