Logo

Zeugen für Prozess benennen - vorher fragen, informieren?

Zeugenpflicht ist Bürgerpflicht: Wer eine wichtige Tatsache beobachtet hat, muss auf entsprechenden Antrag vor Gericht über seine Beobachtung als Zeuge eine Aussage machen. 

Zeugen benennen - dafür braucht man keine Erlaubnis von den betreffenden Personen

Man muss einen Zeugen nicht fragen, ob man ihn in einem Prozess als Zeugen benennen darf - Sie brauchen also keinesfalls die Erlaubnis des Zeugen. 

Man kann zu Beginn eines Prozesses auch gar nicht wissen, welche Tatsachen das Gericht näher aufklären will, und ob es diesen Zeugen überhaupt braucht. Andererseits nützt es nichts, wenn Sie einen Zeugen benennen, und der vor Gericht sagt, er könne sich an gar nichts erinnern.
Manche Bürger reagieren sehr empfindlich, wenn man sie als Zeugen benannt hat, ohne ihnen vorher Bescheid zu geben, und sind dann entsprechend schweigsam vor Gericht. 

  • Daher kann es sinnvoll sein, der anderen Person wenigstens Bescheid zu geben, dass er / sie möglicherweise als Zeuge benötigt wird. Es ist auch zulässig, dass Sie den Zeugen / die Zeugin bitten, aufzuschreiben, was er / sie beobachtet hat. 

Streng verboten ist hingegen, einen Zeugen / eine Zeugin zu beeinflussen, damit er / sie eine für Sie günstige Aussage macht.

Einige wenige Personen haben ein Zeugnisverweigerungsrecht: 
Zeugen - Ehegatte, Lebenspartner, Verlobte, Eltern, Kinder 


Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: