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Wohnberechtigungsschein, Einkommen ermitteln - wie berechnen?

Für den Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein gilt eine Einkommensgrenze.

Das heißt, einen Wohnberechtigungsschein bekommt man nur dann, wenn das Haushaltseinkommen nicht höher ist als diese Grenze. 

Der Wohnberechtigungsschein soll einkommensschwachen Haushalten bezahlbares Wohnen ermöglichen.

Das Haushaltseinkommen für den Wohnberechtigungsschein berechnen

Das maßgebliche Haushaltseinkommen ist aber nicht einfach zu berechnen, denn es gibt in den Bundesländern viele Ausnahmen - besonders bei vom Einkommen abzuziehender Pauschalen und Freibeträge für Antragsteller, die zu erfragen sind.
Wohnberechtigungsschein - Feststellung Einkommensgrenze

Hinweis


  • Durch den Abzug der vielen Pauschalen und Freibeträge und durch Sonderregelungen ergibt sich in vielen Fällen die Berechtigung für den Erhalt eines WBS.
  • Der Antrag auf einen Wohnberechtigungsschein wird in der Regel beim Wohnamt der Gemeindeverwaltung, Stadtverwaltung beantragt.
    Wohnberechtigungsschein beantragen - WBS bekommen

Einkommensgrenzen für Wohnberechtigungsschein ist in den Bundesländern nicht einheitlich

Die maßgebliche Einkommensgrenze ist in den Ländern sehr unterschiedlich geregelt: 
Welche Einkommensgrenzen gelten für einen Wohnberechtigungsschein? 
Beispiele dazu in unserer Tabelle: 
Wohnberechtigungsschein - Tabelle Einkommensgrenzen 

Hinweis


Wir haben uns auf das allgemein übliche Verfahren beschränkt, können wegen der vielen Ausnahmen und Freibeträge in Ländern und Kommunen nur einen Überblick für die Berechnung der Einkommensgrenze geben.

  • Ein Beispiel ist ein Freibetrag für "jung Verheiratete", der anderswo nicht gewährt wird. 
  • Daher immer die geltenden Regelungen des Bundeslandes bzw. auch der Gemeinde / Stadt in Erfahrung bringen! 

    Wohnberechtigungsschein – Berechnung des Einkommens für Haushalt durchführen

    Zunächst wird das Jahreseinkommen für alle zum Haushalt gehörenden Personen festgestellt. Diese Einkommen werden zusammengerechnet. 

    Für einen WBS wird immer eine Prognose über das zu erwartende Einkommen im Zeitraum von zwölf Monaten, ab dem Monat des Antrags, erstellt.

    Änderungen beim künftigen Einkommen sind zu berücksichtigen, z.B. eine eingetretene Arbeitslosigkeit, Beginn der Rente.

    Was zum Einkommen beim Wohnberechtigungsschein nicht angerechnet wird

    • Kindergeld
    • Wohngeld
    • Unterhaltszahlungen des Ehegatten
    • Leistungen der Krankenversicherung, der Pflegeversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung
    Hinweis


    Arbeitslosengeld, 

    Kurzarbeitergeld,

    Krankengeld,

    BAföG - und andere Beihilfen zur Berufsausbildung, zählen aber zum Einkommen.

    WBS - Von dem Einkommen werden Pauschalen und Freibeträge abgezogen

    Von den Bruttoeinkünften des Haushalts werden zahlreiche Pauschalen und Freibeträge abgezogen, z.B.:

    • Tatsächliche (gesetzliche) Unterhaltsverpflichtungen
    • Kinderbetreuungskosten für Kinder unter 14 Jahren können angerechnet werden
    • Für Kinder unter 14 Jahre gibt es Freibeträge
    • Schwerbehindertenpauschbetrag ist üblich, es kann auch mehrere Pauschbeträge geben, denn die Pauschale wird für jede im Haushalt lebende behinderte Person in Abzug gebracht
    • Für pflegebedürftige Haushaltsangehörige gibt es anzurechnende Pauschalen
    • Die ermittelten Bruttoeinkünfte werden um eine Werbungskostenpauschale (oder auch um einen nachgewiesenen höheren Betrag) gemindert

    WBS - Vom rechnerischen Einkommen können weitere Beträge abgezogen werden

    Nach Abzug aller Pauschalen und Freibeträge können noch weitere Beträge abgezogen werden, z.B.:

    • Steuern vom Einkommen
    • Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung
    • Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung



    Redaktion


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