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Sichtschutz, Sonnenschutz am Balkon - braucht Mieter Erlaubnis?

Wenn Mieter an ihrem Balkon einen Sichtschutz anbringen wollen, kann es erforderlich sein, vorher eine Erlaubnis des Vermieters einzuholen.

Balkone sind oft von einem durchbrochenen oder durchsichtigen Geländer umgeben. Sicher ist es keine Vertragsverletzung, wenn Sie als Mieterin oder Mieter, während Sie auf dem Balkon sitzen, einen Sichtschutz am Geländer anbringen, oder einen Schirm aufstellen. Das gehört zum vertragsgemäßen Gebrauch.

Dauerhafte Sichtblende am Balkon - Erlaubnis des Vermieters kann erforderlich sein

Wenn Sie aber für längere Zeit eine Sichtblende anbringen wollen, kann das äußere Bild des Hauses verändert werden.
Besonders Eigentümer gepflegter, gar unter Denkmalschutz stehender Häuser, reagieren hier manchmal sehr empfindlich.

  • Es kann deshalb sinnvoll sein, bzw. ist zu empfehlen, vorher den Vermieter um Erlaubnis zu bitten.

Balkon - Gericht fordert Mieter zum Abbau eines Sichtschutzes auf

Das Amtsgericht Köln meinte in einem Urteil vom 15.7.2011 (Az.: 220 C 27/11), eine am Geländer befestigte Bastmatte dürfe nicht höher sein als das Geländer, und verpflichtete den Mieter zum Abbau.

Außerdem sollte eine feste Verbindung, also z.B. ein Bohren und Festschrauben, vermieden werden, weil das als baulicher und genehmigungspflichtiger Eingriff angesehen werden könnte - 

  • Bauliche Veränderungen sind immer seitens des Vermieters genehmigungspflichtig.
  • Zu beachten: Ein Sichtschutz muss immer so befestigt sein, dass es ausgeschlossen ist, dass dieser sich (z.B. bei Wind) lösen kann und herabfällt.

Lesetipp

Ist die Benutzbarkeit des Balkons eingeschränkt, kann ein Anspruch auf Mietminderung bestehen.


Redaktion


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