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Untermietzuschlag im Mietvertrag vereinbart - Mieter ist benachteiligt

Ist im Mietvertrag vereinbart, dass der Mieter (Hauptmieter) f├╝r eine Untervermietung generell einen Untermietzuschlag zahlen soll, so ist diese Vereinbarung unwirksam, urteilte das Landgericht Berlin (AZ: LG Berlin 16 O 442/14). 

  • Durch diese Klausel, so das Gericht, liegt eine unangemessene Benachteiligung f├╝r den Mieter vor.

Allein deshalb, weil eine solche Klausel im Vertrag steht, muss der Hauptmieter keinen Untermietzuschlag zahlen. Trotz der Unwirksamkeit der Klausel ist ein Untermietzuschlag nicht ganz ausgeschlossen, aber:

Einen Untermietzuschlag darf der Vermieter nur in Ausnahmef├Ąllen verlangen

  • M├Âchte der Vermieter eine Mieterh├Âhung wegen einer Untervermietung geltend machen, so geht das in der Regel eigentlich nur, wenn er daf├╝r ├╝berzeugende Gr├╝nde darlegen kann, warum f├╝r ihn eine Untervermietung ohne Mieterh├Âhung nicht zumutbar sein soll. Dies ist gesetzlich geregelt. 

Untervermietung - Mieter muss f├╝r Erlaubnis ein berechtigtes Interesse haben

Grunds├Ątzlich: Untervermieten kann ein Hauptmieter, wenn nach Abschluss des Mietvertrages ein berechtigtes Interesse f├╝r eine Untervermietung eingetreten ist, z.B. ein Zimmer unterzuvermieten, weil man sonst die Miete nicht mehr zahlen kann: Untervermieten erlaubt, wenn die Miete zu teuer ist.

  • Hierf├╝r muss aber immer die Erlaubnis des Vermieters eingeholt werden, wenn das Recht zur Untervermietung nicht schon im Mietvertrag geregelt wurde.

Ist im Vertrag nichts geregelt, so muss der Hauptmieter sein berechtigtes Interesse an einer Untervermietung dem Vermieter darlegen - und einen Antrag f├╝r die Erlaubnis der Untervermietung beim Vermieter stellen.

F├╝r registrierte Nutzer steht ein Musterbrief zur Einholung der Erlaubnis zur Untervermietung kostenlos zu Verf├╝gung:


Redaktion


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