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Wohnungsrückgabe - Toilette stark verschmutzt, Ablagerungen

Stark verschmutzte, verunreinigte Toiletten können nach Auszug des Mieters einen Schadenersatzanspruch des Vermieters begründen.

Ablagerungen in einem Toilettenbecken können zu Schadenersatz für Vermieter führen

Bei der Wohnungsrückgabe wurde festgestellt, dass sich im Bereich des Abflusses der Toilette starke Verunreinigungen, Ablagerungen gebildet hatten, die nur dadurch verursacht sein konnten, weil über lange Zeit eine Reinigung des Beckens vom Mieter nicht durchgeführt worden war.

Gericht entscheidet wegen schmutziger Toilette auf Schadenersatz für Vermieter

Der Vermieter verklagte seinen ehemaligen Mieter vor dem Amtsgericht Osnabrück (AZ: 47 C 9/03) auf Schadenersatz.

Schadenersatz für Vermieter - Abzug Neu für Alt für Austausch eines alten Toilettenbecken

Eine gründliche Reinigung erschien, wegen der starken Ablagerungen im Bereich des Abflusses, nicht besonders erfolgversprechend, auch unwirtschaftlich.
Der Vermieter durfte daher ein neues Becken installieren. Die Toilette hatte bereits ein Lebensalter von 10 Jahren erreicht. 

Die wirtschaftliche Lebensdauer eines Toilettenbeckens wurde vom Gericht (wie üblich) mit 20 Jahren angesetzt.
Da sich der Vermieter in solchen Fällen einen Abzug "Neu für Alt" anrechnen lassen muss, erhielt er für die 10 Jahre alte Toilette als Schadenersatz nur 50 Prozent der Kosten erstattet.

Schadenersatz wegen Wasserränder in einem Toilettenbecken durch Kalk möglich?

Normale Wasserränder durch kalkhaltiges Wasser gelten ab ca. 10 Jahren Alter eines Beckens als normal, können dann im Allgemeinen keinen Schadenersatzanspruch des Vermieters für Reinigungskosten oder für ein neues Becken begründen, da es sich dann um eine normale Abnutzung handelt.


Redaktion


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