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Kostenmiete im Sozialen Wohnungsbau - Berechnung

Wohnungen, die im Sozialen Wohnungsbau errichtet worden sind, dürfen während der Bindung maximal zur Kostenmiete vermietet werden.

Bis zum 31.12.2001 wurden viele Wohnungen als preisgebundener Wohnraum errichtet oder ausgebaut. 

Das bedeutet, dass aus öffentlichen Kassen Geld für die Errichtung oder den Ausbau der Wohnungen in dem sogenannten Sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt wurde. Als Gegenleistung bestimmte das Gesetz, dass die Wohnungen in einer festgelegten Bindungszeit grundsätzlich nur an Haushalte mit einem Wohnberechtigungsschein vermietet werden dürfen, und dass keine höhere Miete verlangt werden darf als die Kostenmiete:
Wohnberechtigungsschein beantragen - WBS bekommen
 

Was ist die Kostenmiete im Sozialen Wohnungsbau?

Der Eigentümer soll durch die Miete seine Kosten decken können. Dazu gehören nach dem Gesetz

  • Kosten des Grundstückserwerbs
  • Kosten der Erschließung des Grundstücks, also z.B. für Wasser- und Abwasserleitungen usw.
  • Baukosten
  • Finanzierungskosten, das sind die Zinsen und sonstigen Kosten für Darlehen, die aufgenommen wurden
  • Verzinsung des Eigenkapitals - wenn der Eigentümer eigenes Geld einbringt, erhält er darauf Zinsen
  • Instandhaltungskosten (dafür wird eine Pauschale angesetzt)
  • Verwaltungskosten (ebenfalls als Pauschale)

Der Eigentümer / Vermieter musste diese Kosten in Form einer Wirtschaftlichkeitsberechnung einer besonderen Behörde (Bewilligungsstelle) vorlegen. Diese Behörde genehmigte die sich daraus ergebende Miete (Bewilligungsmiete, Bewilligungsbescheid).

Hinweis


Dies alles bezieht sich auf die Nettokaltmiete.

Heizkosten und Warmwasserkosten sowie andere Betriebskosten kommen hinzu, und müssen vom Vermieter abgerechnet werden.

Während der Bindungszeit darf der Vermieter die Kostenmiete verlangen, nicht mehr!

  • Meist ist die Kostenmiete günstiger als die Miete auf dem freien Wohnungsmarkt. Dennoch darf der Vemieter nicht mehr verlangen als die Kostenmiete.
  • Wenn die Bindungszeit abgelaufen ist, kann der Vermieter aber möglicherweise die Miete erhöhen: Sozialwohnungen - Mieterhöhung wegen Bindungsauslauf 
Hinweis


Es gibt auch preisgebundene Wohnungen, die ab 1.1.2002 errichtet worden sind.
Dafür gelten teilweise andere Regeln.


Redaktion


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