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Verjährung von Ansprüchen bei Wechsel des Vermieters

Wenn ein neuer Vermieter für Ihre Wohnung auftritt, sollten Sie sorgfältig prüfen, ob durch diesen Vermieterwechsel Ansprüche von der Verjährung bedroht sind.

Die meisten Ansprüche, die Sie als Mieterin oder Mieter haben können, unterliegen der Verjährung, Das heißt, sie können nicht mehr durchgesetzt werden, wenn eine bestimmte Zeit abgelaufen ist, und die Gegenseite sich auf die Verjährung beruft.

Bei Vermieterwechsel - prüfen, ob noch Ansprüche gegen früheren Eigentümer bestehen

Deshalb sollten Sie sorgfältig Ihre Ansprüche prüfen, wenn ein neuer Eigentümer / Vermieter  Ihrer Mietwohnung in Erscheinung tritt:

  • Ansprüche auf Aufwendungsersatz verjähren innerhalb von sechs Monaten nach dem Eigentumsübergang.
    Beispiel

    Sie mussten Reinigungskräfte bezahlen, um nach Instandsetzungsarbeiten oder Modernisierungsarbeiten den Schmutz beseitigen zu lassen. Am darauf folgenden 6. März wurde ein neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen. Sie müssen diese Ansprüche also spätestens bis zum 6. September gegenüber dem bisherigen Vermieter eingeklagt haben: Modernisierung, Instandsetzung - Aufwand, Kosten des Mieters 

  • Ansprüche auf Rückforderung von Mieten (z.B. wegen Mietminderung) und Schadenersatz müssen Sie gegenüber dem bisherigen Vermieter geltend machen, sie verjähren innerhalb von drei Jahren nach ihrer Entstehung (Regelverjährung).

Unverjährbar und unabhängig von einem Vermieterwechsel sind Ansprüche auf Instandhaltung und Instandsetzung, und auch die Ansprüche auf Mietminderung für die Zukunft werden durch den Vermieterwechsel nicht beeinträchtigt.


Redaktion


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