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Schaden an Mietwohnung - Verjährung beginnt am Tag der Rückgabe

Wenn der Mieter an der Mietwohnung einen Schaden verursacht hat, beginnt die Verjährung am Tag der Rückgabe der Wohnung.

Rückgabe der Mietwohnung - für Schäden besteht eine Verjährungsfrist von sechs Monaten

Der Mieter, die Mieterin, sind verpflichtet, die Mietwohnung frei von Beschädigungen zurück zu geben. Wenn die Mietwohnung zurückgegeben wird, hat der Vermieter etwas Zeit, zu prüfen, ob an der Wohnung Schäden eingetreten sind.

Innerhalb von sechs Monaten muss der Vemieter etwaige Schäden geltend gemacht haben. Meldet sich der Vermieter erst nach Ablauf der Verjährungsfrist, dann kann sich der Mieter auf Verjährung berufen, die Zahlung eines geforderten Schadenersatzes verweigern.

Hinweis


  • Deswegen ist es wichtig, dass die Rückgabe dokumentiert ist, z.B. durch ein Übergabeprotokoll, oder jedenfalls bewiesen werden kann, z.B. durch einen Zeugen.

Schäden - Frist für Verjährung beginnt mit Rückgabe der Wohnung an Vermieter zu laufen

Die sechs-Monats-Frist beginnt an dem Tag, an dem die Wohnung zurückgegeben wird.

Beispiel

Die Wohnung wird am 16. Februar zurückgegeben. 
Spätestens am 16. August müsste der Vermieter bei Gericht einen Antrag auf Schadenersatz gegen seinen früheren Mieter eingereicht haben, wenn keine Verhandlungen über das Leisten eines Schadenersatzes stattgefunden haben.

Urteil: Schaden an der Wohnung - Kurze Frist für Verjährung nach Rückgabe 
(im Artikel: Beispiel für Berechnung der Frist)

Durch Verhandlungen kann sich die kurze Verjährungsfrist von 6 Monaten verlängern

Anders kann es sein, wenn der Mieter auf eine Forderung des Vermieters reagiert, sich auf den Versuch einer Einigung, auf Verhandlungen eingelassen hat - dann kann sich der Beginn der Verjährungsfrist, verschieben - im Ergebnis kann sich dadurch die Verjährungsfrist verlängern.

Gerichtliche Schritte des Vermieters wegen eines Schadens an der Mietwohnung

Es kann dann etwas dauern, bis eine Klage auf Schadenersatz oder ein Mahnbescheidsantrag zugestellt wird, aber nach weiteren vier bis sechs Wochen (also gemäß dem Beispiel bis Ende September) sollte klar sein, ob von Seiten des Vermieters fristgerecht Forderungen geltend gemacht wurden.

Achtung
Schäden durch Mieter - Vermieter muss keine Frist zur Beseitigung setzen 

Vermieter kennt die Anschrift seines Mieters nicht - Verjährungsfrist verlängert sich nicht

Dem Vermieter hilft es wenig, wenn er sagt, er habe die neue Anschrift des Mieters nicht gekannt.

Das Gesetz setzt die kurze Frist, damit das Mietverhältnis zügig abgewickelt werden kann. Eine Verlängerung der Frist wird von der Rechtsprechung meist ausgeschlossen.


Redaktion


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