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Mahnbescheid vom Vermieter - Widerspruch gegen die Forderung

Gegen einen  Mahnbescheid, der Ihnen vom Gericht zugestellt worden ist, kann Widerspruch eingelegt werden.

Wenn möglich sollten Sie umgehend fachkundige Beratung in Anspruch nehmen, wenn Ihnen ein Mahnbescheid zugestellt worden ist.

Prüfen, ob ein Widerspruch gegen den Mahnbescheid sinnvoll ist

Der Forderung aus einem gerichtlichen Mahnbescheid sollten Sie nur widersprechen, wenn Sie gute Gründe für die Annahme haben, dass Sie diese Forderung tatsächlich nicht zu zahlen brauchen. Das kann z.B. der Fall sein, wenn Sie die angeblich fehlende Miete, die der Vermieter per Mahnbescheid verlangt, tatsächlich schon gezahlt haben, oder wenn Sie meinen, eine Betriebskostennachforderung sei unbegründet, weil die Abrechnung fehlerhaft ist.

Manchmal ist es sinnvoll, den Mahnbescheid anzuerkennen und die Forderung und Kosten zu bezahlen: 
Forderung aus einem Mahnbescheid anerkennen, bezahlen 

Hinweis


Dem Mahnbescheid nur zu widersprechen, weil Sie Zeit gewinnen wollen, ist wenig sinnvoll.

Durch einen Widerspruch entstehen weitere Kosten, und letztendlich müssen Sie die Forderung dann doch zahlen, wenn diese berechtigt ist.

Widerspruch gegen Mahnbescheid - unbedingt Frist für Widerspruch beachten

Der schriftliche Widerspruch muss spätestens innerhalb von zwei Wochen nach der Zustellung (also: Zustellung am Donnerstag - Widerspruch bis Donnerstag zwei Wochen später) beim Gericht (nicht beim Anspruchsteller!) eingegangen sein.

  • Wenn Sie Widerspruch einlegen: Am besten benutzen Sie für den Widerspruch das rote Formular, das dem Mahnbescheid beigefügt ist.
    Sie können aber auch ohne dieses Formular an das Gericht schreiben, es muss aber vor allem Ihr Absender und das korrekte Aktenzeichen angegeben sein, und dass Sie gegen den Mahnbescheid Widerspruch einlegen, der Widerspruch muss unterschrieben werden.
  • Ein unterschriebener Widerspruch kann auch per Fax an das Gericht gesandt werden.

Frist für Widerspruch gegen den Mahnbescheid unverschuldet verpasst

Wird die Frist unverschuldet verpasst, z.B. weil Sie erst nach Ende der Frist aus dem Urlaub oder aus dem Krankenhaus zurückkommen, muss umgehend ein Wiedereinsetzungsantrag gestellt werden!

Wie geht es weiter nach dem Widerspruch gegen einen Mahnbescheid?

Wenn Sie Widerspruch einlegen, informiert das Gericht den Anspruchsteller und fordert ihn auf, zu begründen, warum er meint, die Forderung stehe ihm zu. Dadurch geht das Mahnverfahren in das normale gerichtliche Verfahren, also einen Zahlungsprozess über, und ein Richter entscheidet inhaltlich darüber, ob die Forderung begründet ist oder nicht.


Redaktion


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