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Gemeinsamer Mietvertrag - Streit unter Mietern wegen Forderungen

Bei Streit zwischen mehreren Mietern aus einem gemeinsamen Mietvertrag untereinander, ist nicht immer das Amtsgericht zust├Ąndig.

Gemeinsamer Mietvertrag - Streit, Auseinandersetzungen zwischen Mietern

Streitigkeiten k├Ânnen entstehen, wenn z.B. ein Mieter ausgezogen ist, aber immer noch Vertragspartner des Vermieters war bzw. ist und der Vermieter Forderungen gegen den ausgezogenen Mieter durchgesetzt hat - dies ist m├Âglich, weil ein ausgezogener Mieter immer noch Mieter ist, eine gemeinschaftliche Haftung besteht bzw. bestand.

Lassen sich solche Streitigkeiten nicht einvernehmlich untereinander regeln, dann ist eine gerichtliche Auseinandersetzung oft unvermeidlich.

Mieter will gegen anderen Mieter bezahlte Forderungen aus Mietvertrag durchsetzen

Streitigkeiten zwischen Mietern untereinander betreffen oft Forderungen aus dem Mietverh├Ąltnis, weil einer gegen den anderen bereits an den Vermieter bezahlte Forderungen durchsetzen m├Âchte, die er nur zum Teil oder gar nicht h├Ątte zahlen m├╝ssen, z.B.:

- wer welchen Anteil der Miete f├╝r die Wohnung zahlen muss,

- weil einer f├╝r den anderen Mietschulden (wegen der bestehenden gesamtschuldnerischen Haftung aus dem Mietverh├Ąltnis) bezahlt hat,

- wer welchen Anteil f├╝r entstandene Renovierungskosten ├╝bernehmen muss,

dann geht es gerade nicht um die Rechte zwischen Mieter und Vermieter:

  • Die besondere Zust├Ąndigkeit f├╝r Wohnraummietsachen gilt nicht.
  • Folge:
    Es kommt bei solchen Streitigkeiten auf den Wert des Streites an, z.B. welcher Betrag mit der Klage von einem anderen Mitmieter verlangt wird.
Hinweis


Nach dem Gesetz ist f├╝r Streitigkeiten wegen Wohnraummietsachen in erster Instanz das Amtsgericht zust├Ąndig, in dessen Bezirk die Wohnung liegt.

  • Diese Regelung betrifft Streitigkeiten zwischen Vermieter und Mieter, oder auch zwischen Hauptmieter und Untermieter wegen Streitigkeiten aus dem Untermietverh├Ąltnis, aber nicht die Durchsetzung von Forderungen, die zwischen Mietern bestehen.

Ist der Streitwert nicht h├Âher als 5.000 ÔéČ, dann ist das Amtsgericht in erster Instanz zust├Ąndig.

Ist der Wert aber h├Âher als 5.000 ÔéČ, dann muss schon in erster Instanz beim Landgericht geklagt werden.

Das bedeutet dann auch, dass beide Seiten sich vor dem Landgericht durch Rechtsanw├Ąlte vertreten lassen m├╝ssen.


Redaktion


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