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Mietvertrag im Studentenwohnheim - Kündigungsschutz, Mieterhöhung

Wenn Sie ein Zimmer in einem Wohnheim für Studenten, Jugendliche oder Schüler gemietet haben, so ist das zwar ein Wohnraummietvertrag, es gilt aber insbesondere ein geringerer Kündigungsschutz.

  • Der Heimbetreiber kann Zeitmietverträge ohne die sonst geltenden Beschränkungen mit den Heimbewohnern abschließen, also vereinbaren, dass der Mietvertrag zu einem bestimmten Zeitpunkt endet, ohne dass erst eine Kündigung ausgesprochen werden muss.
  • Für eine Kündigung braucht der Heimbetreiber keine Gründe.
  • Der Mieter kann sich aber gegenüber einer Kündigung auf Härtegründe berufen - sogenannte Sozialklausel.
    Ausnahme:
    Der Wohnheimplatz ist nur zum vorübergehenden Gebrauch z.B. für ein Austauschsemester vermietet.

Kündigungsschutz für Zimmer, Wohnungen in einem Studentenwohnheim - Sozialklausel

  • Studenten könnten der Kündigung widersprechen mit der Begründung, dass die Kündigung gerade jetzt eine besondere Härte darstellt (Sozialklausel). Das kann möglich sein, weil wichtige Prüfungen bevorstehen, auch, weil das Examen demnächst ansteht.
    Auch eine Krankheit oder auch eine Schwangerschaft können im Rahmen der Sozialklausel als unzumutbare Härte gelten und den Kündigungswiderspruch begründen.

Mieterhöhung für Wohnung, Zimmer im Studentenwohnheim - gesetzliche Vorschriften?

Auch die gesetzlichen Vorschriften über Mieterhöhungen gelten für Mieter in Wohnheimen für Studenten, Jugendliche oder Schüler nicht.

  • Das heißt, der Heimbetreiber muss keine besonderen Fristen einhalten und muss die verlangte Miete nicht begründen, wenn nichts anderes vertraglich vereinbart ist.
  • Illegal wäre eine Mietüberhöhung, wenn die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 20 % überschritten wird.

Redaktion


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