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Mobbing im Mietshaus - Problem für Mieter und Nachbarschaft

Manche Mieterin oder Mieter ist in der Mietwohnung, im Mietshaus Mobbing ausgesetzt. Was kann man tun?

Als Mobbing bezeichnet man das Schikanieren, Quälen, Verletzen, Beleidigen eines anderen über einen längeren Zeitraum.

Hinweis


Besonders häufig sind Ruhestörungen, Streitigkeiten oder sogar Tätlichkeiten, auch Belästigungen durch Müll:

Belästigung durch Verunreinigungen mit Müll (z.B. immer wieder Müll im Vorgarten, auf dem Balkon, fremden Müll vor der Wohnungstür vorfinden).

Oder z.B. ein Hund wird für das Herstellen einer Angst- bzw. Bedrohungssituation benutzt, etc.

Mobbing zwischen Nachbarn, unter Mietern einer Wohnanage im Mietshaus

Auslöser für Mobbing können Konflikte in der Nachbarschaft sein, Streit über Lärm oder Schmutz im Treppenhaus, aber auch einfach Rassismus, Mobbing wegen einer anderen sexuellen Orientierung oder ähnliches.

Beispiel für Mobbing


Ein Mieter, der sich öfter mal über Lärmbelästigung aus der Nachbarwohnung beschwert hat, findet Kot im Briefkasten,
Kot auf ihrer Fußmatte,
mit Sekundenkleber verklebtes Schloss usw.

  • Meist kann man nur vermuten, nicht nachweisen als beweisen, wer für dieses Mobbing verantwortlich ist.
  • Schreiben Sie auf, was genau wann passiert ist, machen Sie ein Protokoll über die Vorfälle.
  • Versuchen Sie Beweise zu sichern, z.B. durch Zeugen, die Ihre Beobachtung bestätigen können.

Mobbing unter Nachbarn - muss der Vermieter eingreifen, handeln, Betroffenen helfen?

Eine mietrechtliche Frage stellt sich bei Mobbing nur dann, wenn sowohl der / die Betroffene als auch diejenige(n) Person(en), von denen das Mobbing ausgeht, Mieter bei demselben Vermieter sind.

Hinweis


Der Vermieter kann gegenüber einem anderen Mieter nur tätig werden, wenn von Betroffenen genau beschrieben werden kann, was passiert ist, und wenn es klare Beweise gibt, wer für das Mobbing verantwortlich, der Täter ist.

Hinweis


Wird wegen Mobbings eine Mietminderung beabsichtigt, so sollte, auch wegen einem weiteren Vorgehen gegen Verursacher, eine anwaltliche Beratung in Anspruch genommen werden.

Video als Beweis für Hausfriedensstörungen

Videoaufnahmen verletzen in der Regel das Recht auf die informationelle Selbstbestimmung der gezeigten Person. Diese Recht umfasst das Recht am eigenen Bild. Ohne Erlaubnis bzw. heimlich aufgenommene Videos werden durch Gerichte oft nicht als Beweis anerkannt.

In einer Notwehrsituation kann dies ggf. anders gesehen werden.


Vermieter schreibt Abmahnung wegen Mobbing an Verursacher

Der Vermieter kann dann den Verursacher auffordern, sein Verhalten einzustellen, eine Abmahnung schreiben.

  • Ob bei wiederholtem Auftreten von Mobbing eine Kündigung des Mietvertrags gegen den Verursacher durch den Vermieter ausgesprochen werden kann, betrifft

- Fragen des Einzelfalls,

- die Schwere der Vorfälle,

- und die Beweisbarkeit.

Mobbing - Beratung aufsuchen

In Großstädten gibt es bei der Polizei Mobbing-Beratungsstellen. Allerdings kann die Polizei oft auch nur allgemeine Ratschläge geben.

Hinweis


Für Mobbing gibt es keinen eigenen Straftatbestand. Manchmal erfüllen Mobbing-Handlungen den Tatbestand der Beleidigung oder Verleumdung, auch der mutwilligen Sachbeschädigung. 

  • Dabei kommt es genau auf die Umstände und Beweisbarkeit des Einzelfalles an.

Redaktion


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