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Nachmieter für Mietwohnung - Auswahl durch Vermieter

Nur selten hat man als Mieter die Möglichkeit, selbst einen Nachmieter zu benennen

Darf man einen Nachmieter vorschlagen:

  • Der Vermieter ist nicht verpflichtet, einen vorgeschlagenen Nachmieter zu akzeptieren.

Einen Vorschlag des Mieters darf der Vermieter sorgfältig prüfen. Gerichtlich wurde für die Auswahl eines Nachmieters schon eine Frist von bis zu 3 Monaten eingeräumt.

Anspruch für Stellung eines Nachmieters für die Mietwohnung durch den Mieter

Mieter können ausnahmsweise einen Nachmieter stellen, wenn es unzumutbar wäre, noch längere Zeit an den Mietvertrag gebunden zu sein (Zeitmietvertrag oder bei einem Mietvertrag mit Kündigungsausschluss

Ein solcher Anspruch kann z.B. möglich sein in solchen Fällen:

  • Berufsbedingter Umzug mit Ortswechel.
  • Vergrößerung der Familie, Heirat,
  • Familienzuwachs, die Wohnung ist zu klein.

Liegt bei Ihnen ein solcher Fall vor, dann sollten Sie sich rechtlich beraten lassen.

Mieter müssen dem Vermieter über die potentiellen Kandidaten alle erforderlichen Unterlagen, Auskünfte für eine Prüfung zur Verfügung stellen, damit der Vermieter entscheiden kann, welcher Interessent in Frage kommen kann:
Nachmieter suchen, stellen - Mieter hat Pflichten

  • Lehnt der Vermieter einen geeigneten Nachmieter in den vorbezeichneten Ausnahmefällen ab, dann kann die Pflicht zur weiteren Mietzahlung des ausziehenden Mieters entfallen.
    Dies bedarf einer rechtlichen Prüfung!

Vereinbarungen mit Nachmieter - Zustimmung des Vermieters meist erforderlich

Vereinbarungen zwischen den beteiligten Parteien können z.B. getroffen werden wegen:

Hinweis


Wenn es möglich ist, dem Vermieter einen Nachmieter vorschlagen zu können, dann sollte alles sehr sorgfältig mit dem Nachmieter und auch mit dem Vermieter geregelt werden, damit es später keinen Streit geben kann.

Abstand für Möbel, Einrichtung - Sachen an Nachmieter verkaufen 

Nachmieter stellen - ohne verbindliche Vereinbarungen, Regelungen geht es nicht

Achten Sie darauf, dass mit allen Seiten rechtlich verbindliche Vereinbarungen zustande kommen, insbesondere dann, wenn der Nachmieter Rechte oder Pflichten aus dem bisherigen Mietverhältnis übernehmen soll.

Vereinbarungen sollten immer schriftlich getroffen und von allen Beteiligten unterschrieben werden.

Vermieter muss Vereinbarungen zwischen Vormieter und Nachmieter zustimmen

Ohne das Mitwirken des Vermieters sind verbindliche Regelungen zu den vorstehenden Punkten nicht möglich!

Wenn der Vermieter nicht zustimmt, gelten Vereinbarungen und Verabredungen ihm gegenüber nicht.

Nachmieter soll Renovierung, Verpflichtungen des Vormieters aus Mietvertrag übernehmen

Als Mieter Dinge mit dem Nachmieter zu regeln, die das bisherige Vertragsverhältnis betreffen, ohne dass der Vermieter eingebunden wird, ist nicht zu empfehlen.

Die Regelung, dass ein Nachmieter durch eine Wohnungsübernahme Verpflichtungen (z.B. die Renovierung) des bisherigen Mieters übernimmt, ist verlockend. 

Der Vermieter muss sich an solche Vereinbarungen aber nicht halten, wenn er nicht daran beteiligt war und solchen nicht zugestimmt hat - der Vermieter kann etwaige Ansprüche gegen seinen bisherigen Mieter dann trotzdem durchsetzen.

  • Dies betrifft alles, was in die Rechte des Vermieters eingreift, das zu beendende, bisherige Vertragsverhältnis betrifft.
Hinweis


Zur Vermeidung von Streitigkeiten geht es um rechtliche Vereinbarungen zwischen einem Vormieter, dem Vermieter und dem Nachmieter, die sorgfältig vereinbart sein müssen.

Überlegen Sie, sich frühzeitig fachkundig beraten zu lassen.


Redaktion


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