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Aufrechnung - Forderungen zwischen Mieter und Vermieter

Haben Mieter und Vermieter Forderungen gegeneinander, dann k├Ânnen diese miteinander verrechnet werden, eine Aufrechnung vornehmen, wie es in der Rechtssprache hei├čt.

Wenn beide Seiten sich dar├╝ber einig sind, k├Ânnen Sie sogar verschiedene Dinge miteinander verrechnen: z.B. Zeit mit Geld.
Wenn aber eine Seite eine Verrechnung vornimmt, ohne sich zuerst mit der anderen Seite dar├╝ber zu einigen, und dar├╝ber Streit entsteht, dann muss letztlich ein Richter entscheiden, ob ein Recht zur Aufrechnung besteht. Daf├╝r sieht das Gesetz genauere Regeln vor:

Aufrechnung - zwischen gegenseitigen Forderungen des Mieters und Vermieters aufrechnen

Eine Aufrechnung ist meist nur m├Âglich direkt zwischen den zwei Beteiligten. 

  • Gegen die Mietschulden des Vaters kann z.B. normalerweise nicht der noch offene Hauswartslohn des Sohns aufgerechnet werden - wenn diese Aufrechnung beabsichtigt w├Ąre, dann m├╝sste der Vermieter dem zustimmen.

Aufrechnung - Gleichartige Forderungen

Nach dem Gesetz ist eine Aufrechnung nur m├Âglich zwischen gleichartigen Forderungen. In der Praxis geht es meist um die Aufrechnung zwischen Geldforderungen:

Gegen Geldforderungen, die der andere hat, werden eigene Geldforderungen aufgerechnet. Soweit Ihre eigene Forderung reicht und berechtigt ist, bringt sie die Forderung des Anderen zum Erl├Âschen.

Beispiel

Sie haben eine eine Betriebskostenabrechnung erhalten, wonach Sie 480,00 ÔéČ nachzahlen m├╝ssen. Sie haben aber wegen eines Schadens an Ihren Sachen vom Vermieter Schadenersatz verlangt von 370,00 ÔéČ. Wenn aufgerechnet wird, dann ist die Nachzahlungsverpflichtung um 370,00 ÔéČ geringer geworden, betr├Ągt also nur noch 110,00 ÔéČ, Ihre Schadenersatzforderung ist dagegen vollst├Ąndig erloschen.

Aufrechnung Forderungen zwischen Mieter und Vermieter - Au├čergerichtlich oder im Prozess

Es kann au├čergerichtlich aufgerechnet werden oder auch im Prozess.

Als Mieter eine Aufrechnung durchf├╝hren, Forderungen gegen Vermieter geltend machen

Es gibt einiges zu beachten, wenn Mieter selbst eine Aufrechnung durchf├╝hren wollen. 

Eine nicht zul├Ąssige bzw. mit dem Vermieter nicht abgestimmte Aufrechnung kann, weil Mietschulden daraus entstehen k├Ânnen, der Vermieter k├╝ndigt, gef├Ąhrlich sein.
Ob eine Aufrechnung zu Recht erfolgte, wird oft erst viel sp├Ąter gerichtlich entschieden.

  • Entscheidet das Gericht, dass die Aufrechnung nicht zul├Ąssig war, dann kann die K├╝ndigung des Vermieters best├Ątigt werden.

Als Mieter mit der laufenden Miete Forderungen gegen den Vermieter aufrechnen

Besonders sorgf├Ąltig muss gepr├╝ft werden, wenn Sie beabsichtigen gegen laufende Mietzahlungsverpflichtungen aufzurechnen.

Z.B. wegen angenommener Mietminderungsanspr├╝che
- Urteil: Zu hohe Mietminderung - fristlose K├╝ndigung des Mietvertrags 

Oder auch wegen Schadenersatzforderungen, die Sie eventuell gegen den Vermieter haben, oder wegen einer vorgenommenen Ersatzvornahme.

Wenn am Ende (in einem Gerichtsstreit) Ihre Gegenforderungen als unberechtigt angesehen werden, dann sind Sie Miete schuldig geblieben.

Wenn die Vermieterseite k├╝ndigt, oder gek├╝ndigt hat, dann kann eine solche K├╝ndigung wegen Mietschulden auch gerichtlich best├Ątigt werden:
Mietschulden - fristlose, fristgem├Ą├če K├╝ndigung Mietvertrag m├Âglich 

  • Bevor Sie eine Aufrechnung durchf├╝hren, sollten Sie eine sorgf├Ąltige und fachkundige Beratung in Anspruch nehmen.
  • Die Aufrechnung kann Vorteile, aber auch Risiken bieten. Manchmal kommt auch zus├Ątzlich ein Zur├╝ckbehaltungsrecht von Miete in Betracht.


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