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Betriebskostenabrechnung - tatsächliche Wohnungsgröße maßgeblich

Für die Umlegung und Abrechnung von Betriebskosten ist die tatsächliche Wohnfläche maßgeblich.

Oft steht im Mietvertrag eine Wohnfläche, manchmal aber auch nur als eine unverbindliche Angabe. Manchmal sind die Angaben im Vertrag richtig, manchmal falsch. Diese Unterschiede spielen jetzt für die Betriebskosten keine Rolle mehr.

Betriebskostenabrechnung nach tatsächlicher Wohnfläche, Größe der Wohnung

In einem Urteil vom 30.05.2018 (Az. VIII ZR 220/17) entschied der Bundesgerichtshof (BGH) anhand eines Streits über Heizkosten und Warmwasserkosten:

  • Soweit Betriebskosten nach der Fläche (Umlagemaßstab) umgelegt werden, kommt es immer auf die tatsächliche Größe der Wohnung an, auf den tatsächlichen Anteil dieser Fläche an der Gesamtfläche.

Rechtsprechung wie zur Mieterhöhung - Wohnungsgröße ist der Maßstab

Schon zuvor hatte der Bundesgerichtshof für Mieterhöhungen entschieden, dass immer die tatsächliche Fläche maßgeblich ist, und hatte damit - das ist sehr selten - ausdrücklich die frühere gegenteilige Rechtsprechung des BGH aufgegeben.

Nun hat der BGH entsprechend auch für Betriebskosten die frühere Rechtsprechung ausdrücklich aufgegeben.

Hinweis


Noch nicht aufgegeben hat der Bundesgerichtshof seine Rechtsprechung zur Senkung der Miete. Hier ist entschieden worden, dass nur eine Abweichung von mehr als 10 % den Mieter zur Senkung der Miete berechtigt: 
Miete zu hoch, Miete senken - falsche Wohnfläche im Mietvertrag 


Redaktion


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