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Betriebskosten - Was ist ein Umlageschlüssel, Verteilerschlüssel?

Durch den Verteilerschlüssel (auch Umlageschlüssel genannt) wird festgelegt, wie Betriebskosten des Hauses auf die einzelne Wohnung umgelegt werden.

Umlageschlüssel, Verteilerschlüssel, sind in der Betriebskostenabrechnung anzugeben

Zu den formellen Voraussetzungen für eine richtige Betriebskostenabrechnung gehört, dass der Vermieter den Verteilerschlüssel benennt.

Wenn Sie nach Ihrem Mietvertrag Betriebskosten zu tragen haben und Vorauszahlungen dafür leisten, muss der Vermieter über die angefallenen Kosten und deren Verteilung auf die Mieter abrechnen.

Beispiel

Im Abrechnungszeitraum sind z.B. Müllabfuhrkosten von € 4.560, 81 angefallen. 

Der Verteilerschlüssel (auch Umlageschlüssel genannt) regelt dann, welchen Teil hiervon der einzelne Mieter für seine Wohnung tragen muss.

  • Üblicherweise werden die Kosten nach Fläche verteilt.
    Hat das Haus im Beispiel 1.800 qm und Ihre Wohnung 70 qm, dann entfallen auf Sie Müllabfuhrkosten von € 4.560,81 : 1.800 qm x 70 qm = € 177,36 / Jahr.

Umlageschlüssel - welche Verteilerschlüssel für Betriebskosten sind möglich?

  • Es können auch andere Verteilerschlüssel im Mietvertrag vereinbart werden, wie
    - die Anzahl der Wohnungen oder
    - die Personenzahl, die in einer Wohnung wohnt,
    - die Verteilung nach Verbrauch: 
    Verbrauchsabhängige kalte Betriebskosten 
  • Auch eine Umlage nach Miteigentumsanteilen / MEA, (z.B. in Tausendstel) kann möglich sein. Hier sind Besonderheiten zu beachten. 

Je nach Anwendung eines möglichen Verteilerschlüssels führt dies rechnerisch zu unterschiedlichen Ergebnissen. Hierdurch kann es auch zu Nachteilen für Mieter kommen.


Redaktion


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