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Mieterhöhung - die tatsächliche Wohnfläche, Größe ist maßgeblich

Bei Mieterhöhungen ist nur noch die tatsächliche Wohnfläche maßgeblich - egal, welche qm-Zahl im Mietvertrag steht.

Vermieter erhöhen die Miete meist entsprechend der im Mietvertrag angegebenen Wohnfläche

  • Wenn in Ihrem Mietvertrag eine Wohnfläche angegeben ist, wird diese meist vom Vermieter auch für Mieterhöhungen zugrundegelegt. 

Es kann aber sein, dass die Wohnung in Wahrheit eine andere Fläche hat, die Angabe im Mietvertrag falsch ist. Welche Fläche gilt dann?

Hinweis

Es gibt eine ältere Rechtsprechung, die bei solcher Flächenabweichung danach unterscheidet, ob die Abweichung kleiner oder größer ist als 10 %.

  • Diese Flächenabweichung ist für eine beabsichtigte Mietsenkung wichtig, nicht aber bei einer Mieterhöhung. 

Bei einer Mieterhöhung gilt die tatsächliche Fläche, Größe der Wohnung in qm

Für Mieterhöhungen hat der Bundesgerichtshof diese 10-%-Unterscheidung aufgegeben. 

Vermieter muss für die Mieterhöhung die richtige Wohnungsfläche zugrunde legen

  • Das gilt, wenn die tatsächliche Fläche geringer ist als diejenige, die im Vertrag steht.
  • Das gilt aber auch, wenn die Wohnung in Wahrheit größer ist als im Mietvertrag angegeben.
  • Dies gilt auch, wenn im Mietvertrag überhaupt keine Fläche angegeben ist.

Sie dürfen sich als Mieter nicht darauf beschränken, die vom Vermieter angegebene Fläche einfach zu bestreiten, nur z.B. zu sagen: "Die Wohnung ist kleiner als im Mietvertrag steht", sondern Sie müssen im Streitfall dem Gericht erklären, wie Sie zu einer anderen, geringeren Fläche kommen, die der Vermieter beachten muss. 

Hinweis

Die korrekte Fläche einer Wohnung zu bestimmen, ist nicht ganz einfach. Wände verlaufen vielleicht nicht rechtwinklig, Vorsprünge, Schrägen, Balkon oder Terrasse müssen berücksichtigt werden. Versuchen Sie, fachkundige Hilfe zu bekommen, auch im Hinblick darauf, nach welcher Regelung das Aufmaß vorzunehmen ist. 

  • Z.B.: Für Mietverträge ab dem 01.01.2004 ist dies oft die Wohnflächenverordnung, für Mietverträge bis zum 31.12.2003 gilt die ältere 2. Berechnungsverordnung, wenn im Mietvertrag keine andere (zulässige) Berechnungsgrundlage vereinbart ist, oder in einer Region eine Berechnungsgrundlage als allgemein ortsüblich gilt. 


Redaktion


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