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Todesfall - Mietvertrag der Wohnung als Mitbewohner übernehmen

Verstirbt der Mieter, dann kann ein bisheriger Mitbewohner in den Mietvertrag eintreten - es kommt dafür auf ein paar Voraussetzungen an.

Gesetzlich geregelt ist das im § 563 BGB.

Hinweis


Wenn ein Alleinmieter gestorben ist, kann auch ein Mitbewohner, der nicht mit dem Verstorbenen verwandt ist, in den Mietvertrag eintreten.

Mieter verstorben - wer kann in den Mietvertrag eintreten, diesen übernehmen?

  • Wichtigste Voraussetzung ist, dass niemand anders ein Vorrecht hat, die Wohnung zu übernehmen, es also keinen Ehegatten oder Lebenspartner, keinen Familienangehörigen gibt, der ebenfalls in der Wohnung gelebt hat. 
  • Die Weiterführung des Mietverhältnisses muss noch nicht einmal besonders gegenüber dem Vermieter erklärt werden.
    Eine Mitteilung an den Vermieter kann dennoch sinnvoll sein. 

Todesfall - Mitbewohner will den Wohnungsmietvertrag des Verstorbenen übernehmen

Wesentlich ist, dass die Person, die in den Vertrag eintreten will, einen gemeinsamen Haushalt mit dem verstorbenen Mieter oder der verstorbenen Mieterin geführt hat.

Tod des Mieters - für Übernahme des Mietvertrags ist ein gemeinsamer Haushalt entscheidend

Es kommt nicht darauf an, ob zwischen den Bewohnern der Wohnung eine ganz enge Beziehung oder Lebensgemeinschaft bestand.
Auch wenn sich z.B. alte Menschen zum Wohnen zusammentun, oder ältere Menschen mit jüngeren, reicht das nach dem Gesetz aus.

  • Im Streitfall, wenn der Vermieter das Bestehen eines gemeinsamen Haushalts bestreitet: Manche Gerichte verlangen, dass der verstorbene Mieter die Aufnahme des Mitbewohners dem Vermieter mitgeteilt hatte.
    Durch eine länger zurückliegende Mitteilung wird eine gewisse Dauer dokumentiert.
Hinweis


War der Verstorbene nicht alleiniger Mieter, dann wird der Mietvertrag einfach mit dem überlebenden Mieter fortgesetzt.



Redaktion


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