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Untermietverhältnis - Wann gilt eingeschränkter Kündigungsschutz?

Der Vermieter kann grundsätzlich nur dann kündigen, wenn er ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses hat.

Untermieter und Hauptmieter bewohnen gleiche Wohnung - Kündigungsschutz eingeschränkt

In einem Untermietverhältnis, bei dem der Untermieter mit dem Hauptmieter in derselben Wohnung zusammen wohnt, gilt dieser Grundsatz ausnahmsweise nicht, der Kündigungsschutz ist eingeschränkt:

  • Hier kann der Hauptmieter seinem Untermieter auch ohne Angabe von Gründen - also ohne ein berechtigtes Intereresse wie z.B. Eigenbedarf - kündigen.
    Er muss dann ausdrücklich erklären, dass er seine Kündigung nicht auf ein berechtigtes Interesse stützt; in diesem Fall verlängert sich die eigentlich zwischen den Parteien geltende Kündigungsfrist um drei Monate.
  • Der Hauptmieter kann aber auch ein berechtigtes Interesse als Begründung angeben und mit der normalen Kündigungsfrist kündigen; dann muss er das berechtigte Interesse nachweisen.
Tipp


Auch bei der Kündigung des Untermietverhältnisses kann der Untermieter einen Widerspruch nach der Sozialklausel einlegen, wenn er Härtegründe geltend machen kann.

  • All dieses gilt unter bestimmten Voraussetzungen nicht für möblierten Wohnraum.
Dirk Beckmann, Rechtsanwalt
10557 Berlin
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