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Mieter unbekannt verzogen, unbekannte Anschrift - Forderungen

Unbekannt verzogen - wenn der Mieter beim Auszug aus der Wohnung seine neue Anschrift dem bisherigen Vermieter nicht mitteilt, ist er keineswegs vor nachträglichen oder schon bestehenden Forderungen des Vermieters sicher. 

Vermieter kann Anschriftenermittlung für unbekannt verzogene Mieter machen

Vermieter scheuen - insbesondere bei hohen Forderungen (Schadenersatz für unterlassene Renovierungsarbeiten, Klage auf Zahlung offener Forderungen wegen Mietrückständen, Betriebskosten etc.) - oft keine Kosten und Mühen, die neue Anschrift des ausgezogenen Mieters zu ermitteln. An diese Anschrift wird die Klage dann zugestellt.

Mietvertragsende - Vermieter die neue Anschrift, Adresse nennen? 

Forderungen des Vermieters - Anschrift des ausgezogenen Mieters nicht zu ermitteln

  • Gelingt die Anschriftenermittlung nicht (entsprechende Anstrengungen und Nachweise muss der Vermieter dem Gericht vorlegen), kann der Vermieter versuchen, seine Forderungen durchzusetzen.
  • Der Vermieter kann eine Klage einreichen und die öffentliche Zustellung bei Gericht beantragen:
    Öffentliche Zustellung einer Klage - unbekannte Anschrift des Mieters  

Öffentliche Zustellung einer Klage an unbekannt verzogenen Mieter 

Wichtig: Jede Klageerhebung hemmt die Verjährung.

Im Rahmen der öffentlichen Zustellung wird im zuständigen Amtsgericht ein Aushang angebracht.

Unbekannte Anschrift eines ausgezogenen Mieters - Zustellung einer Klage

Zugestellt ist eine Klage des Vermieters gegen den ehemaligen bzw. unbekannt verzogenen Mieter, wenn seit dem Aushang ein Monat vergangen ist.

  • Dies ist auch der Fall, wenn dem Mieter nichts bekannt war von einer öffentlichen Zustellung.

Mieter reagiert nicht auf die öffentliche Zustellung - Versäumnisurteil

  • Hat der Mieter auf den Aushang nicht reagiert, so ergeht ein Versäumnisurteil.

Räumungsklage gegen Mieter einer Mietwohnung - öffentliche Zustellung einer Klage

Auch ein Räumungsklage durch öffentliche Zustellung ist möglich.

Hinweis


Ein rechtskräftiges Urteil verjährt erst in 30 Jahren.

So lange kann der bisherige Vermieter immer wieder Versuche unternehmen aus dem Urteil gegen seine(n) bisherigen Mieter zu vollstrecken. 

  • Bedenken sollten Mieter auch, dass eine Abrechnung und Rückzahlung einer geleisteten Kaution nicht erfolgt, oder die Kaution mit offenen Forderungen des Vermieters verrechnet wird.



Redaktion


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