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Als Mieter Grillen - auf Balkon, Terrasse, Hof oder im Garten erlaubt?

Warum nicht einfach auf Balkon, Terrasse, Hof oder im gemeinschaftlichen Garten etwas brutzeln oder grillen? 

  • Wenn Sie Grillen möchten, dann sollten Sie zunächst nachschauen, was in Ihrem Mietvertrag oder in der Hausordnung als erlaubt oder nicht erlaubt geregelt ist. 
  • Ist das Grillen verboten, so sollten Sie sich sich an das Verbot halten. Wer trotzdem grillt, kann eine Abmahnung oder sogar die Kündigung für seine Wohnung erhalten. 

Was ist, wenn zum Thema Grillen im Mietvertrag nichts geregelt ist?

Einfach gesagt: Gehört ein Balkon, eine Terrasse, ein kleiner Garten zur Wohnung oder darf der Garten einer Wohnanlage gemeinschaftlich von allen Mietern genutzt werden, dann dürfen Sie Grillen - aber nicht zu oft. Alle sollen gegenseitig Rücksicht nehmen! Das erleichtert ungemein das Zusammenleben unter Nachbarn... 

Hinweis


Ärger kann es durch das Grillen immer geben, besonders wenn Grillgerüche, Rauch in Nachbarwohnungen durch offene Fenster eindringen.
Gerade wenn es wärmer wird sind Fenster geöffnet. Wer dann rücksichtslos grillt, kann nicht nur mit Nachbarn und dem Vermieter Ärger bekommen, sondern auch mit dem Ordnungsamt. In manchen Bundesländern kann sogar ein Bußgeld verhängt werden.

Wie urteilen Gerichte über das Grillen in einem Mietshaus?

Das Grillen ist gesetzlich nicht geregelt. 

Es gibt viele Urteile zu diesem Thema, die alle nicht als allgemeinverbindlich zu verstehen sind - jeder Fall muss gesondert betrachtet werden.

Tipp


Weil immer der Einzelfall einer Belästigung, Störung beurteilt werden muss, örtliche Gegebenheiten einfach zu verschieden sind, kann nur ganz allgemein der Rat gegeben werden: 

  • Möchten Sie grillen, dann sprechen Sie mit Ihren Nachbarn! Finden Sie heraus, wie oft im Monat das Grillen toleriert wird. Und informieren Sie die Nachbarn über Ihr Grillen, damit Fenster geschlossen werden können.

Wenn man als Mieter vom Grillen des Nachbarn gestört ist

Sind Sie als Mieter von Grillgerüchen betroffen, empfinden Sie das Grillen Ihrer Nachbarn nicht zumutbar, sprechen Sie diese darauf an, bevor Sie sich beim Vermieter beschweren, oder das Ordnungsamt informieren. 

  • Nachbarn haben das Recht auf Nachtruhe! Ab 22 Uhr sollte es also leise zugehen - Störungen müssen nicht hingenommen werden.

Kommt es zu keiner Verständigung, und landet so eine Nachbarstreitigkeit vor Gericht: Gerichte versuchen in solchen Fällen die Interessen beider Seiten zu berücksichtigen - deshalb sollte das in erster Linie nachbarschaftlich geregelt werden.

Tipp

Die Verwendung eines Elektrogrills, statt eines Holzkohlegrills, verursacht wesentlich weniger Geruchsbelästigungen. Ein Elektrogrill ist auch weniger gefährlich (kein Funkenflug) und soll auch gesünder sein!



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