Logo

Sonntagsruhe, Feiertagsruhe im Mietrecht - Lärm, Ruhestörungen

Sonntage und Feiertage sind, was die Vermeidung von Lärm und Ruhestörungen angeht, mietrechtlich gleichgestellt.

  • Die sogenannte Sonntagsruhe (Feiertagsruhe) ist ganztägig von 0 bis 24 Uhr einzuhalten. 
  • Arbeiten, Tätigkeiten, Aktivitäten in der Wohnung, auch Feste und Feiern in der Wohnung oder auf dem Grundstück, von denen Lärmbelästigungen ausgehen, sind zu vermeiden.
  • An Sonntagen und Feiertagen ist immer die Zimmerlautstärke einzuhalten.
  • Lärm von Kleinkindern, Babys, ist in der Regel von anderen hinzunehmen, da es sich um ein kindgemäßes Verhalten handelt, Babys Ruhezeiten nicht einhalten können.
  • Lärm von Kindern (Jugendlichen), der nicht nur mal kurzzeitig, sondern sich länger anhaltend über der Zimmerlautstärke bewegt, ist aber nicht hinzunehmen: Kinder spielen, machen Lärm in der Wohnung 
  • Ein besonderes Thema ist das Üben und Spielen von Musikinstrumenten.

Gesetz über die Sonn- und Feiertage in den Bundesländern regelt Ruhezeiten

Die Ruhezeiten an Sonntagen und Feiertagen werden im Allgemeinen durch das Sonn- und Feiertagsgesetz in den Bundesländern geregelt, sind auf das Mietrecht übertragbar. 
Gemeinden können, über das Landesgesetz hinausgehend, weitergehende Regelungen bestimmen.

Hausordnung enthält Regelungen zu Sonntagen und Feiertagen

  • Die Hausordnung zum Mietvertrag, auch der Mietvertrag, kann Regelungen zu Sonn- und Feiertagen enthalten, die, wenn sie Mieter nicht unangemessen benachteiligen, einzuhalten sind.

Alles was ruhestörend ist, müssen Mieter an Sonntagen und Feiertagen unterlassen

Das kann sogar das Staubsaugen in der Wohnung betreffen, grundsätzlich aber alle Tätigkeiten und Aktivitäten, von denen eine erhöhte Lärmbelastung ausgeht, insbesondere handwerkliche Arbeiten in der Wohnung, wie z.B. Bohren, auch Hämmern und Sägen, auch Gartenarbeiten, z.B. mit einem Rasenmäher.

  • Handelt es sich um die unabwendbare Ausführung einer Notreparatur (z.B. nach Rohrbruch), dann sind davon ausgehende Störungen von anderen hinzunehmen.

Der Nachbar, ein anderer Mieter stört die Sonntagsruhe

Versuchen Sie mit Ihrem Nachbarn zu sprechen, bitten Sie ihn, dass die Störung unterbleibt. Hilft das nicht, dann können Sie die Ruhestörung bei der Polizei oder dem Ordnungsamt anzeigen. Bedenken Sie, dass dadurch das nachbarschaftliche Verhältnis sehr belastet wird - aber manchmal geht es nicht anders.

Nachbar stört immer wieder die Ruhezeiten, verursacht Ruhestörungen

Es kommt vor, dass Nachbarn häufiger die Sonntagsruhe stören, auch an anderen Tagen Ruhestörungen verursachen.

Auch Vermieter müssen die Sonntagsruhe und Feiertagsruhe einhalten

Selbstverständlich müssen sich auch Vermieter an die Sonntagsruhe halten, dürfen ebenfalls keine störenden Renovierungsarbeiten oder bauliche Tätigkeiten ausführen lassen oder selbst ausführen.

Eine Ausnahme von dieser Regel gilt, wenn es sich um Störungen durch eine Notmaßnahme handelt, Reparaturarbeiten bzw. eine Notreparatur keinen Aufschub duldet.



Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: