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Zimmerlautstärke - wann besteht eine Ruhestörung, Lärmbelästigung?

Was unter dem Begriff "Zimmerlautstärke" zu verstehen ist, ist gesetzlich nicht geregelt.

Der Begriff ist dazu da, möglichst einzuordnen und auszuschließen, dass andere (Mitbewohner, Nachbarn, andere Mieter usw.) durch Schall und Geräusche, welcher als Lärm empfunden werden kann, nicht gestört werden.

Einhaltung der Zimmerlautstärke - störende Geräusche sind nicht immer eine Ruhestörung

Aber ob Geräusche tatsächlich als nicht hinnehmbarer Lärm, als Ruhestörungen einzuordnen sind, dies muss von Fall zu Fall geklärt werden. 
Z.B.: Lärm durch Haushaltsgeräte - Ruhestörung durch Mieter? 

Eine Definition zum Begriff der Zimmerlautstärke - was ist keine Zimmerlautstärke?

Generell kann gesagt werden, dass Lautstärken, die in einer Nachbarwohnung über einem Wert von ca. 40 Phon (angenähert 40 Dezibel) tagsüber und 30 Phon (angenähert 30 Dezibel) nachts liegen, stets als Überschreitung der Zimmerlautstärke anzusehen sind. 

Hinweis


Je nach der Art des Geräuschs, können auch geringere Werte (unter 40 bzw. 30 Phon) als Überschreitung angesehen werden, z.B. wenn ein Nachbar gern die Bässe seiner HIFI-Anlage hört, diese in Nachbarwohungen wummern.  

Für die Einordnung von Lautstärken können Sie als registrierter Nutzer unsere Lärmstufentabelle nutzen.

Überschreitung der Zimmerlautstärke durch Nachbarn - Ruhestörung ist zu beweisen

Ob es sich tatsächlich um eine Überschreitung der Zimmerlautstärke handelt, dies ist vom Betroffenen immer zu beweisen.

Zu empfehlen ist, ein Lärmprotokoll zu führen, auch Zeugen für nicht hinnehmbaren Lärm zu haben. 

Der Vermieter ist schnell zu informieren. Hier finden Sie einen Musterbrief
Vermieter über Ruhestörung, Lärm informieren . 

Es kann auch eine Mietminderung in Frage kommen. 

Hinweis


  • Geht ein Streit wegen Lärmbelästigung vor Gericht, dann wird meist ein Gutachter hinzugezogen.
  • Das kann eine teure Angelegenheit werden, wenn man dann die Ruhestörung nicht beweisen kann.

Einhalten der Zimmerlautstärke - Baualter des Hauses kann eine Ursache, wichtig sein

Für die Feststellung, ob Zimmerlautstärke eingehalten wird, ist auch zu berücksichtigen, zu welcher Zeit das Gebäude errichtet wurde, denn der Schallschutz muss nur dem Standard der seinerzeit geltenden Baubestimmungen entsprechen. Ein Gebäude, das in den 50er Jahren errichtet wurde, ist deutlich hellhöriger, als ein Haus, das in den 90ern gebaut wurde. Wenn normale Geräusche aus der Nachbarwohnung zu hören sind, kann das im direkten Zusammenhang mit dem Alter und der Bauweise eines Hauses stehen. Wie weit dann von den Nachbarn Rücksichtnahme verlangt werden kann, ist schwierig zu klären.

Schallschutz vom Vermieter, damit die Zimmerlautstärke eingehalten werden kann?

Der Vermieter müsste nur dann für zusätzlichen Schallschutz sorgen, wenn das Gebäude entgegen der zum Zeitpunkt der Errichtung geltenden Schallschutzbestimmungen gebaut worden wäre, möglicherweise auch bei späteren baulichen Änderungen.


Redaktion


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