Logo

Kosten Kleinreparatur - Rechnung höher als im Mietvertrag vereinbart

Kostet eine vom Vermieter beauftragte Kleinreparatur mehr als die im Mietvertrag vereinbarte und erlaubte Höchstgrenze, dann muss der Mieter die Reparaturkosten gar nicht, also auch nicht zum Teil zahlen.

Ist die im Mietvertrag vereinbarte Kleinreparaturklausel gültig, wirksam?

Die Vereinbarung sollte überprüft werden, denn es müssen für die Wirksamkeit Voraussetzungen erfüllt sein.

  • Ist die Vereinbarung unwirksam:
    Der Vermieter hat dann die Kosten für Kleinreparaturen zu zahlen.

Was ist wenn eine Kleinreparatur mehr kostet, als mietvertraglich vereinbart?

Ist die Kleinreparaturklausel wirksam, und ist z.B. vereinbart, dass Sie gemäß der mietvertraglichen Regelung im Einzelfall z.B. bis zu € 110,00 (einschließlich Mehrwertsteuer und Anfahrt) an Kosten bezahlen, so kann es vorkommen, dass für eine Reparatur mehr Kosten anfallen, z.B. beträgt eine Rechnungssumme € 125,00.

Kleinreparatur nicht zahlen, wenn diese mehr kostet als mietvertraglich vereinbart

Gemäß dem Beispiel:

Manche Mieter gehen irrtümlich davon aus, dass sie sich mit € 110,00 an der Reparatur beteiligen müssen, der Vermieter nur die restlichen € 15,00 zahlen muss. 

Eine Reparatur, die mehr kostet als die im Mietvertrag vereinbarte zulässige Höchstgrenze,  ist keine Kleinreparatur! 

  • Es handelt sich dann um eine Instandsetzung, die der Vermieter insgesamt bezahlen muss.
  • Sollte Ihr Vermieter eine Kostenbeteiligung von Ihnen verlangen, dann können Sie die Aufforderung zur Zahlung einfach zurückweisen z.B.:

"Da der vereinbarte Höchstbetrag von ... für die Zahlung der Kleinreparatur überschritten ist, sind von mir / uns die von Ihnen geforderten ... € nicht zu bezahlen, da es sich nicht mehr um eine Kleinreparatur sondern um eine Instandsetzung handelt."

    Vermieter soll den Auftrag für eine Kleinreparatur geben, nicht der Mieter

    Ganz wichtig: Melden Sie immer alle Schäden, auch solche, die typische Kleinreparaturen sind, immer dem Vermieter, damit dieser den Auftrag für die Reparatur erteilt. 

    • Erteilen Sie nie selbst den Auftrag an eine Firma, damit eine Kleinreparatur ausgeführt wird!
    • Im Ergebnis könnten Sie auf den Kosten sitzen bleiben, wenn diese mehr kostet, als die vereinbarte Höchstgrenze.
    Hinweis


    Der Grund: Wird die Reparatur teurer als die zulässig vereinbarte Höchstgrenze, dann haben Sie den Auftrag erteilt, dem Vermieter nicht die Gelegenheit gegeben, zu entscheiden, wie er mit einer anstehenden Reparatur, einem Mangel, umgehen möchte, wen er beauftragt usw.

    Vermieter soll den Auftrag für das Ausführen von Kleinreparaturen erteilen

    Der Vermieter hat grundsätzlich die Ausführung aller Reparaturen zu beauftragen, auch Kleinreparaturen:
    Instandhaltung, Instandsetzung der Mietwohnung - Pflicht Vermieter 

    Probleme entstehen:

    • wenn sich bei der Ausführung einer (angenommenen) Kleinreparatur herausstellt, dass es teurer wird -  es sich dann nicht mehr um eine Kleinreparatur für die Behebung eines Bagatellschadens handelt - dann setzt sich die Firma direkt mit dem Vermieter in Verbindung.
    • wenn Ansprüche wegen Garantie und Gewährleistung entstehen.
      Ist der Vermieter der Auftraggeber, dann muss sich der Vermieter damit beschäftigen, eine Firma auffordern entsprechende Leistungen zu erbringen bzw. eine Arbeit nachbessern lassen.

    Redaktion


    Hinweis

    Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: