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Feuerwehr, Polizei beschädigt Wohnungstür - wer zahlt Schaden?

Kommt es durch einen Polizeieinsatz zu einer Beschädigung der Wohnungstür, dann ist der Vermieter oftmals verpflichtet, nicht nur die Tür instand zu setzen, sondern auch die Kosten zu tragen.

  • Der Vermieter kann zwar versuchen, vom Mieter die Erstattung der Kosten zu verlangen, die er für die Beseitigung des Schadens aufgewendet hat - aber das ist nur in Ausnahmefällen berechtigt. 
Hinweis


Der Vermieter ist grundsätzlich verpflichtet, Schäden an der gemieteten Wohnung zu beseitigen, wenn sie nicht ganz unerheblich sind, da er die Instandhaltungspflicht für die Mietwohnung hat (§ 535 BGB). 

Wodurch die Schäden entstanden sind, ist für die Instandsetzungspflicht meist unwichtig: Instandhaltungspflicht des Vermieters besteht für Mietwohnung, Haus .

Schäden durch Polizei, Feuerwehr - Kosten der Schadensbeseitigung hat meist der Vermieter

Der Vermieter muss normalerweise auch die Kosten selbst tragen, bzw. seine Gebäudeversicherung in Anspruch nehmen. 

Eventuell kann der Vermieter einen Anspruch gegen die Feuerwehr oder Polizei auf Ersatz des Schadens haben, wenn die ergriffene Maßnahme (z.B. Aufbrechen der Wohnungstür) unverhältnismäßig war.

Aufgebrochene Tür durch Polizei, Feuerwehr - Kosten des Schadens soll der Mieter zahlen

Für die Kostenerstattung bzw. das Verlangen von Schadenersatz vom Mieter reicht es nicht, wenn durch einen Polizeieinsatz oder durch die Feuerwehr die Tür beschädigt wurde. 

Für eine Schadenersatzpflicht kommt es sehr genau darauf an, ob der Mieter den Mietvertrag verletzt hat, genau diese Vertragsverletzung auch für den Schaden dann ursächlich war, der durch die Polizei, Feuerwehr verursacht wurde.

Auch ein fahrlässiges Handeln des Mieters, durch den ein Einsatz von Polizei oder Feuerwehr ausgelöst und der Schaden verursacht wurde, könnte zu einer Schadenersatzpflicht des Mieters führen. 

Eine Schadenersatzforderung kann auch berechtigt sein, wenn Sie als Mieterin oder Mieter vorsätzlich die Ursache für die Beschädigung herbeigeführt hätten. Den Vorsatz oder die Absicht müsste der Vermieter nachweisen.  

Hinweis


Ob im Einzelfall wirklich eine Vertragsverletzung und/oder Fahrlässigkeit vorliegt, lässt sich nur aus der anwaltlichen Erfahrung heraus einigermaßen zuverlässig für den Einzelfall einschätzen. 



Redaktion


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