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Todesfall - Mietvertrag der Wohnung des Verstorbenen übernehmen

Ehegatten, Familienangehörige, Lebenspartner und auch andere Personen, die mit dem Verstorbenen in einem gemeinsamen Haushalt gelebt haben, können den Mietvertrag für dessen Wohnung übernehmen.

Vorrang hat nur ein etwa vorhandener weiterer Mieter:

  • – wenn solch ein Mitmieter vorhanden ist, wird der Vertrag mit diesem fortgesetzt.

Mieter verstorben - in Mietvertrag eintreten, wenn ein gemeinsamer Haushalt geführt wurde

Ehegatten und gleichgeschlechtliche eingetragene Lebenspartner, die auch bisher in diesem Haushalt gelebt haben, können das Mietverhältnis einfach weiterführen.

  • Es kommt nicht darauf an, ob der Ehegatte oder der Lebenspartner den Mietvertrag ehemals mit unterschrieben hat. 
  • Die Weiterführung des Mietverhältnisses muss in diesem Fall noch nicht einmal besonders gegenüber dem Vermieter erklärt werden. Eine Mitteilung an den Vermieter kann dennoch sinnvoll sein. 

Sterbefall - Ehegatten, Ehepartner können in Mietvertrag für die Wohnung eintreten

Wenn der Ehegatte (oder eingetragene Lebenspartner) das Mietverhältnis nicht fortsetzen will, können auch die vor dem Sterbefall in der Wohnung lebenden volljährigen Kinder oder andere Familienangehörige (z.B. Bruder, Schwester, wenn sie ebenfalls in der Wohnung gelebt haben), in den Mietvertrag eintreten.

Hinweis


Wenn Sie das nicht wollen, müssen Sie das dem Vermieter schriftlich mitteilen.

Hierbei ist die gesetzliche Frist von einem Monat (beginnt mit Kenntnis von dem Todesfall) zu beachten. Sie sollten nachweisen können, dass der Vermieter diese Erklärung erhalten hat.

Todesfall - Unterscheidung zwischen Familienangehörigen und anderen Mitbewohnern

  • Kinder des Mieters, die vor dem Sterbefall Mitbewohner waren, treten automatisch in den Vertrag ein. 
  • Bei Mitbewohnern (z.B. in einer Wohngemeinschaft), die nicht Familienangehörige sind, kann ein Anspruch bestehen, den Mietvertrag zu übernehmen, teilweise auch dadurch, dass diese Personen in den Vertrag eintreten.
    Das lässt sich aber nur im Einzelfall klären. 

Todesfall - Recht des Untermieters den Mietvertrag für die Wohnung zu übernehmen

Todesfall - Mitbewohner übernimmt nicht Mietvertrag - Vertrag geht auf Erben über

  • Wenn keine Ehegatten, Lebensgefährten, mitwohnenden Familienangehörige oder sonstige Mitbewohner in den Vertrag eintreten, geht der Vertrag auf die Erben über.
  • Wenn Sie als Erbe / Erbin in den Mietvertrag eintreten, haben Sie die Möglichkeit, den Mietvertrag außerordentlich zu kündigen - auch dafür muss eine Frist von einem Monat (beginnt mit Kenntnis von dem Todesfall) eingehalten werden. 

    Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt dann drei Monate.

  • Wichtig ist dieses Sonderkündigungsrecht insbesondere bei Zeitmietverträgen, und bei Verträgen mit Kündigungsausschluss, wenn nur der Verstorbene Mieter war, der Vertrag aufgelöst werden soll. 
Hinweis


Gerade wenn mehrere Personen dafür in Frage kommen, den Mietvertrag zu übernehmen, muss dies sehr zügig geklärt werden. Nehmen Sie umgehend fachkundigen Rat in Anspruch!

Hinweis


Das Gesetz räumt dem Vermieter die Möglichkeit ein, dass er demjenigen, der in den Mietvertrag eintritt, kündigen kann. Außer gegenüber eintretenden Erben muss er dafür aber einen ausreichenden Kündigungsgrund haben.



Redaktion


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