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Grillen auf Balkon, Terrasse, Hof oder im Garten - für Mieter erlaubt?

Auf dem Balkon, der Terrasse, im Hof oder im gemeinschaftlichen Garten des Mietshauses bzw. der Wohnanlage Grillen, dies führt häufiger zu Streitigkeiten mit Nachbarn oder dem Vermieter. 

Hinweis


Das Grillen auf dem Balkon, der Terrasse ist Mietern gestattet, aber nicht generell und nicht, wenn der Mietvertrag ein wirksames Grillverbot enthält.

Im Mietvertrag steht, dass Grillen für Mieter verboten ist

Oft bezieht sich ein solches Verbot auf das Grillen auf dem Balkon oder einer zur Wohnung gehörenden Terrasse. 
Vermieter können das Grillen verbieten - durch das Grillen entstehen wesentliche Beeinträchtigungen durch Rauch und Ruß bei Nachbarn. Daher kann ein Grillverbot im Mietvertrag wirksam sein.

  • Wer trotz eines wirksamen Verbots grillt, kann eine Abmahnung und dann sogar die Kündigung für die Wohnung erhalten. 

Im Mietvertrag für die Wohnung, der Hausordnung steht - Grillverbot an Sonntagen, Feiertagen

Manche Mietverträge regeln, dass an Sonntagen und Feiertagen nicht gegrillt werden darf, die Sonntagsruhe das Grillen ausschließt.

Wie urteilen Gerichte über das Grillen im Bereich eines Mietshauses, einer Wohnanlage?

Gerichte urteilen durchaus unterschiedlich, wenn es um die Wirksamkeit eines Grillverbots geht, das im Mietvertrag steht.

Das Grillen ist gesetzlich nicht geregelt. 

Es gibt viele Urteile, die aber alle nicht als allgemeinverbindlich zu verstehen sind - jeder Fall muss bei Streitigkeiten gesondert betrachtet werden.

Landet so eine Streitigkeit vor Gericht:

  • Gerichte versuchen die Interessen beider Seiten zu berücksichtigen - deshalb sollte eine Streitigkeit in erster Linie nachbarschaftlich bzw. einvernehmlich geregelt werden.
  • Und derjenige, der eine Klage wegen Störungen, Belästigungen durch Grillen einreicht, muss nicht hinnehmbare Störungen beweisen

Grillen im Hof, Garten, auf Balkon, der Terrasse - zum Thema Grillen steht nichts im Mietvertrag

Bestehen keine mietvertraglichen wirksamen Beschränkungen zum Grillen, und gehört ein Balkon, eine Terrasse, ein kleiner Garten zur Wohnung, dann dürfen Mieter Grillen - aber nicht zu oft.

Darf der Garten der Wohnanlage bzw. des Mietshauses gemeinschaftlich von allen Mietern genutzt werden, so darf auf dieser Fläche gegrillt werden.
​​​​​​​ - Immer gilt: Nachbarn dürfen davon nicht belästigt werden, weder durch Rauch, noch durch Lärm

Wo die Grenze zu ziehen ist, wie oft gegrillt werden darf, dies sollten Sie mit Ihren Nachbarn (auch mit dem Vermieter) abstimmen.

Darf der Hof eines Hauses von den Mietern genutzt werden, so kann, wenn die Interessen der Nachbarn berücksichtigt werden, auch schon mal im Hof gegrillt werden - aber eben auch nicht zu häufig.

Hinweis


Weil immer im Einzelfall eine Belästigung, Störung beurteilt werden muss, örtliche Gegebenheiten einfach zu verschieden sind, kann nur ganz allgemein der Rat gegeben werden, auch die Interessen der Nachbarn zu berücksichtigen.

Mieter ist vom Grillen des Nachbarn gestört - Lärm und Gerüche

Sind Sie als Mieter von Grillgerüchen betroffen, empfinden Sie das Grillen Ihrer Nachbarn nicht zumutbar, sprechen Sie diese darauf an, bevor Sie sich beim Vermieter beschweren, oder das Ordnungsamt informieren. 

Mehrmaliges monatliches Grillen als Mieter - Ärger mit den Nachbarn

Finden Sie heraus, wie oft im Monat das Grillen auf dem Balkon oder auf anderen Flächen toleriert wird - Mieter sollten es mit Grillabenden oder Grillnachmittagen nicht übertreiben.

Grillen im Mietshaus, einer Wohnanlage - Störungen, Ärgernis durch Nachbarn

Nachbarschaftlichen Ärger kann es durch das Grillen immer geben. Besonders durch nicht hinzunehmenden Lärm, auch Grillgerüche und Rauch, der in Nachbarwohnungen durch offene Fenster zieht. Gerade wenn es wärmer wird sind Fenster geöffnet.

  • Wer rücksichtslos grillt, kann nicht nur mit Nachbarn und dem Vermieter Ärger bekommen, sondern auch mit dem Ordnungsamt.

In manchen Bundesländern kann sogar ein Bußgeld verhängt werden.

Vor dem Grillen mit den Nachbarn sprechen, Nachbarn informieren

Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn. Das gilt besonders, wenn Sie eine Grillparty beabsichtigen.
Alle Mieter eines Mietshauses, einer Wohnanlage, sollen gegenseitig Rücksicht nehmen - das gilt auch für das Grillen. 

  • Informieren Sie die Nachbarn über Ihr Grillen, damit wegen einer Rauchentwicklung und Grillgerüchen Fenster geschlossen werden können.
Tipp


Die Verwendung eines Elektrogrills, statt eines Holzkohlegrills, verursacht wesentlich weniger Geruchsbelästigungen. Ein Elektrogrill ist auch weniger gefährlich (kein Funkenflug) und soll auch gesünder sein!



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