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Familienmitglied – Aufnahme, Einzug in Mietwohnung, Erlaubnis 

Nahe Familienangehörige dürfen Sie auch ohne Erlaubnis des Vermieters in Ihre Wohnung aufnehmen, einziehen lassen.

Nicht nahe Familienangehörige - Erlaubnis des Vermieters zum Einzug kann notwendig sein

Bei Familienmitgliedern im weiteren Sinne ist die Rechtsprechung uneinheitlich:

  • Brüder und Schwestern, sowie entferntere Verwandte wie Neffe und Nichte, Tante und Onkel werden vertragsrechtlich behandelt wie völlig fremde Personen. Hier ist also in jedem Falle eine vorherige Erlaubnis einzuholen;
  • Was gilt bei Verlobten und Lebensgefährten, Freund, Freundin? 
  • Bei volljährigen Kindern, die schon einen eigenen Hausstand haben oder hatten, bei Eltern, Enkeln, Großeltern, Schwiegerleuten (Schwager, Schwägerin, Schwiegermutter, Schwiegervater, Schwiegersohn, Schwiegertochter) wird teilweise verlangt, dass eine vorherige Erlaubnis des Vermieters eingeholt wird.
Hinweis


Sie müssen dem Vermieter aber die Aufnahme eines nahen Familienangehörigen anzeigen, wenn dieser auf Dauer in der Wohnung wohnt. 

Das Recht, Familienangehörige in die Wohnung einziehen zu lassen, besteht nicht immer

- bei einer Überbelegung der Wohnung (Sonderfall Überbelegung)

- wenn Sie nicht mehr in der Wohnung wohnen und dem Angehörigen die gesamte Wohnung zur alleinigen Nutzung überlassen: 
Eltern ziehen aus, Kind bleibt in Wohnung - unerlaubte Untervermietung? 

- bei erheblichen Störungen durch den Angehörigen. 

In diesen Fällen besteht für Mieter die Gefahr der Kündigung durch Ihren Vermieter.

Dirk Beckmann, Rechtsanwalt
10557 Berlin
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