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Parkettboden Mietwohnung durch Hund beschädigt - Schadenersatz

Ein Mieter muss für Schäden, die sein Hund in der Wohnung anrichtet, etwa am Parkettboden, grundsätzlich unbeschränkt aufkommen, wenn der Mieter sie hätte vermeiden können.

Im von einem Landgericht entschiedenen Fall war dem Mieter die Hundehaltung (Labrador) erlaubt worden.

Hund des Mieters verursacht großen Schaden am Fußboden der Mietwohnung

  • Der Hund beschädigte mit seinen Krallen den in der Wohnung verlegten Parkettboden so erheblich, dass die Schadensbeseitigung etwa € 5.000,00 kostete. 

Der Mieter zahlte, forderte dann aber seine Zahlung zurück, weil er meinte, dass die durch den Hund verursachten Kratzer im Rahmen der normalen Nutzung der Wohnung entstanden seien. 

Das Landgericht war jedoch der Auffassung, dass der Mieter diese Kosten tragen müsse. 

Hundehaltung - Schadenersatz, weil der Mieter Beschädigungen hätte vermeiden können

Die Schäden, die der Hund verursacht hatte, hätte der Mieter nämlich vermeiden können, so das Gericht.

Er hätte dem Hund sog. Hundesocken überziehen müssen, oder er hätte dafür sorgen können, dass sich der Hund nur in denjenigen Räumen aufhielt, die keinen Parkettboden hatten.

Hinweis


Wenn eine Beschädigung nicht repariert werden kann, sondern eine Erneuerung der beschädigten Sache erforderlich ist, dann muss der Mieter meist nicht die vollständigen Kosten tragen, sondern der Vermieter muss sich für den zu leistenden Schadenersatz einen Abzug "Neu für Alt" anrechnen lassen: Abzug Neu für Alt im Mietrecht - Schadenersatz des Mieters geringer  

Tipp


Wenn es durch Ihren Hund zu Schäden an der Mietwohnung kommt, dann können solche Schäden im Rahmen einer Hundehaftpflichtversicherung versichert sein, wenn sogenannte Mietsachschäden eingeschlossen sind, "unberechenbares Verhalten" eines Hundes Schäden verursacht haben. 

  • Melden Sie zur Prüfung der Versicherung den Schaden.



Redaktion


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