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Schönheitsreparaturen - Gehört das Ölen des Parketts dazu?

Wenn der Vermieter beim Auszug verlangt, dass Sie den Parkettboden ölen sollen, ist zu prüfen, ob Sie dazu verpflichtet sind, denn das Ölen des Parketts gehört normalerweise nicht zu den auszuführenden Schönheitsreparaturen.

Hinweis


Klauseln über Schönheitsreparaturen im Mietvertrag sind oft unwirksam. Auch wenn im Vertrag ausdrücklich das Ölen des Parketts als Schönheitsreparatur vereinbart ist - lassen Sie eine solche Klausel auf die Wirksamkeit hin prüfen!

Im Mietvertrag steht, dass der naturbelassene Parkettboden gepflegt, geölt werden muss

Oft steht im Mietvertrag auch, dass man verpflichtet ist, den naturbelassenen Boden während des Mietverhältnisses sorgfältig zu pflegen, auch mit Öl bzw. Pflegewachs zu behandeln.

Hat man dies nicht getan, dann kann eine übermäßige Abnutzung des Parketts die Folge sein. Dann muss spätestens für die Wohnungsrückgabe die Pflege des Bodens, ggf. mit Reinigen und Ölen, nachgeholt werden. 

Wohnungsrückgabe - Übermäßige Abnutzung des geölten Parketts

Allgemein gilt, dass das Parkett nur zu reinigen ist. In Bereichen, wo das Parkett in Ihrer Mietzeit übermäßig abgenutzt worden ist, kann es auch erforderlich sein, diese Bereiche anzuschleifen und zu ölen. 

  • Ob eine über das normale Maß hinausgehende Abnutzung vorliegen könnte, ist nur im Einzelfall zu beurteilen.

Beispiele


  • Wurde Ihnen z.B. die Hundehaltung erlaubt, dann entsteht durch diese vom Vermieter erlaubte Nutzung der Wohnung vielleicht ein höherer Grad der Abnutzung.

Diese Abnutzung geht nicht unbedingt zu Lasten des Mieters, aber genau kann man das nicht voraussehen.

  • Wurde von Ihnen ein Zimmer als Arbeitszimmer genutzt und sind im Bereich des Schreibtisches durch einen Bürostuhl stärkere Abnutzungsspuren, dann kann es sein, dass der Vermieter eine Schadenersatzforderung wegen der erforderlichen Reparatur / Ausbesserung des Bodens geltend macht.
Tipp


Bevor Sie sich mit dem Vermieter über die übermäßige Abnutzung vor Gericht streiten ist es immer besser sich zu einigen, da immer ein Gutachten erstellt wird, das zu hohen Kosten führt. 

  • Die Partei, die verliert, zahlt den Großteil der entstehenden Kosten.

Redaktion


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