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Mietrechtsstreit, Prozess - Berufung mit Rechtsanwalt

Für die Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts brauchen Sie immer eine Rechtsanwältin / einen Rechtsanwalt. Das ist im Gesetz ausdrücklich vorgeschrieben.

Mietrechtsstreit - Amtsgericht, Berufung

Prozesse in Streitigkeiten über Miete und Wohnung beginnen immer am Amtsgericht, in dessen Bezirk die Mietwohnung liegt. Vor dem Amtsgericht müssen Sie sich nicht durch Anwälte vertreten lassen. Hat das Amtsgericht sein Urteil gefällt, dann kann die Seite, zu deren Ungunsten das Urteil ausgefallen ist, dagegen Berufung einlegen.

Mietrechtsstreit - Wann ist die Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts möglich?

  • Eine Berufung ist möglich, wenn das Amtsgericht die Berufung ausdrücklich zulässt, weil wichtige Rechtsfragen zu klären sind.
  • Sie ist auch möglich, wenn durch das Amtsgerichtsurteil eine Seite stärker belastet wird, als einem Wert von 600 € entspricht. Ob diese sogenannte "Beschwer" für eine Seite des Prozesses mit mehr als 600 € zu bemessen ist, ist aber oft nicht einfach festzustellen.
Hinweis


Wenn es also nicht um eine einfache Zahlungsklage geht (z.B. Rückforderung zu viel bezahlter Miete), werden Sie schon für die Frage, ob eine Berufung zulässig ist, meist die Hilfe eines Rechtsanwalts brauchen.

Berufung einlegen: Berufungsfrist beachten!

Wenn von Ihrer Seite Berufung eingelegt werden soll, müssen Sie die Berufungsfrist unbedingt einhalten:

  • Die Berufung muss durch einen Rechtsanwalt innerhalb eines Monats nach Zustellung des Urteils eingelegt werden.

Rechtsanwalt für die Berufung in einem Mietrechtsstreit erforderlich

Die Berufung geht fast immer zum Landgericht, in ganz besonderen Fällen muss die Berufung beim Oberlandesgericht eingelegt werden.

  • In jedem Falle brauchen Sie für die Vertretung Ihrer Sache eine Rechtsanwältin, einen Rechtsanwalt.
Hinweis


Kommt eine Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts in Betracht, so sollten Sie so frühzeitig wie möglich einen Rechtsanwalt, eine Rechtsanwältin aufsuchen.

Die Prüfung und Begründung der Berufung kann sehr aufwändig und zeitraubend sein.

Berufung der Gegenseite - oder Berufung selbst einlegen, Rechtsschutz

Haben Sie beim Amtsgericht ein positives Urteil bekommen, dann wird die Gegenseite möglicherweise Berufung dagegen einlegen. Dann müssen Sie sich damit - mit Hilfe Ihres Anwalts, Ihrer Anwältin auseinandersetzen.

Sind Sie mit dem Urteil des Amtsgerichts nicht zufrieden, dann können Sie entscheiden, ob Berufung eingelegt werden soll.

  • Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung, dann sollte umgehend das Urteil der Versicherung vorgelegt und Kostendeckung für das Berufungsverfahren beantragt werden. Wenn Sie selbst Berufung einlegen, muss Ihr Anwalt die Erfolgsaussicht der Berufung begründen.
  • Sind Sie prozesskostenhilfeberechtigt, dann kann eine Berufung zunächst einmal durch Ihren Anwalt eingelegt werden, der dann auch vorläufig angeben muss, was er gegen das Urteil vorbringen will.




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