Logo

Kaution Mietwohnung - Bürgschaft auf erstes Anfordern - Bedeutung

Eine Bürgschaft auf erstes Anfordern als Mietsicherheit kann große Unannehmlichkeiten bringen.

Wenn für einen Mietvertrag vom Vermieter als Mietsicherheit eine Bürgschaft von Ihnen verlangt wird, dann kann es sich dabei um eine sogenannte Bürgschaft auf erstes Anfordern handeln.

Selbstschuldnerische Bürgschaft auf erstes Anfordern für den Vermieter

Diese Form der Bürgschaft kommt dem Gläubiger (dem Vermieter) besonders entgegen, da ihm der Zugriff auf die Bürgschaft sofort möglich ist, wenn der Vermieter am Ende des Mietvertrags Forderungen geltend macht und den Bürgen in Anspruch nimmt.

Das kann für den Bürgen bedeuten, dass er zunächst zahlen muss und sich dann seinerseits mit Ihnen (dem Mieter) auseinandersetzen muss - eine unangenehme Situation für beide.

Kaution Mietwohnung - Bedeutung einer Bürgschaft auf erstes Anfordern

  • "Auf erstes Anfordern" bedeutet, dass der Vermieter (der Gläubiger) sofort den Bürgen in Anspruch nehmen kann, wenn aus der Sicht des Vermieters Zahlungspflichten aus dem Mietverhältnis bestehen, etwa einen (wirklichen oder angeblichen) Mietrückstand. Der Vermieter braucht sich dann also nicht zuerst mit Ihnen als Mieter auseinanderzusetzen und Sie auf Zahlung seiner Forderungen zu verklagen, sondern kann sich gleich an den Bürgen halten.
  • Eine solche Bürgschaft (sei es eine Bankbürgschaft, sei es die Bürgschaft einer Privatperson) bietet dem Vermieter eine höhere Sicherheit als eine übliche Bürgschaft und stellt umgekehrt für den Bürgen ein höheres Risiko dar.

Verzicht auf die Einrede der Vorausklage bei einer Bürgschaft auf erstes Anfordern

Bei ihr verzichtet der Bürge auf die Einrede der Vorausklage. Durch die sogenannte Einrede der Vorausklage hat der Bürge das Recht, die Inanspruchnahme der Bürgschaft durch den Gläubiger (Vermieter) abzuwehren.
Der Gläubiger müsste, wenn die Einrede der Vorausklage nicht ausgeschlossen ist, gegenüber dem Bürgen nachweisen, dass der Versuch gegenüber dem Schuldner (Mieter), aus der Bürgschaft gesicherte Ansprüche zu vollstrecken, misslang. Erst dann könnte der Gläubiger den Bürgen für die mit der Bürgschaft gesicherten Ansprüche in Anspruch nehmen. 

Hinweis


Leistet der Mieter eine Kaution in gesetzlich zulässiger Höhe und wird zusätzlich eine Bürgschaft als Mietsicherheit vereinbart, dann handelt es sich in der Regel um eine Übersicherung, wenn dem Vermieter im Rahmen eines Mietvertragsabschlusses nicht freiwillig und unaufgefordert eine Bürgschaft angeboten wurde.


Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: