Logo

Eigenbedarfskündigung - Freiwerdende Wohnung ist anzubieten

Wenn der Vermieter wegen Eigenbedarf kündigt und seine Anbietpflicht verletzt, besteht grundsätzlich ein Schadenersatzanspruch.

Der Vermieter, der einen Mietvertrag wegen Eigenbedarf kündigt, hat eine Anbietpflicht, muss andere Wohnungen, die während der Kündigungsfrist freiwerden, dem Mieter anbieten. 

Vermieter bietet frei werdende Wohnungen nicht an - Beweise sammeln

Sie sollten also, wenn Sie den Eindruck haben, dass der Vermieter seine Anbietpflicht verletzt, sorgfältig festhalten, welche Wohnung wann freigeworden ist, und auch Beweise dafür zusammentragen, z.B. Fotos des Klingelschildes und einen Zeugen, dass diese Fotos während der Kündigungsfrist gemacht wurden, Zeugenangaben von Nachbarn, die bestätigen können, dass die Wohnung leer war oder der andere Mieter ausgezogen ist. Vielleicht können Sie auch Vorname, Name und neue Anschrift des ausgezogenen Mieters beschaffen.

Eigenbedarfskündigung - Beweise für Ihren Schaden zusammentragen

Der Schadenersatzanspruch richtet sich - so der Bundesgerichtshof - nur auf Geldersatz. Dass der Vermieter freiwillig Ersatz leistet, ist sehr unwahrscheinlich. Das heißt, Sie müssen wahrscheinlich vor einem Gericht beweisen, welcher Schaden Ihnen entstanden ist.

Hinweis


Wenn Sie alle Beweise beisammen haben, können Sie sich etwas Zeit lassen, müssen nicht sofort nach Ihrem Umzug klagen. Aber lassen Sie das auch nicht lange liegen: Viele Einzelheiten vergisst man doch nach kurzer Zeit. Nehmen Sie frühzeitig anwaltlichen Rat in Anspruch.


Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: