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Stress oder Streit - Konflikt zwischen Mietern, Mitbewohnern

Wenn in einer Mietwohnung Stress oder Streit zwischen den Mitbewohnern der Wohnung aufkommt, sollte man sich genau die Ursache des Konflikts und die Vertragssituation ansehen.

Streit zwischen Mitbewohnern entsteht manchmal durch Nebensächlichkeiten

Wenn mehrere Menschen gemeinsam eine Wohnung bewohnen, können schon Kleinigkeiten zu Streit und Stress führen: Der eine hat gern Besuch, der andere möchte lieber seine Ruhe, bei der Musik sind Geschmack und bevorzugte Lautstärke oft unterschiedlich. Zwangsläufig müssen oft alle Bewohner dasselbe Bad und WC, dieselbe Küche benutzen - der eine kocht gern etwas, was der andere überhaupt nicht leiden kann, oder es lässt einer seine Esswaren oder Essensreste in der Küche liegen, beteiligt sich nicht an der Reinigung.

  • Nicht alle möglichen Konfliktpunkte sind einem vorher bewusst, manche kommen auch mit den meisten Mitbewohnern gar nicht auf, viele lassen sich nicht von vornherein klar regeln.
  • Oft nützt es, einen Konfliktpunkt frühzeitig anzusprechen, am besten bevor man sich lange darüber geärgert hat.

Gleichberechtigte Mitbewohner, sind alle Mieter?

Ist der Konflikt nicht gleich zu klären, kommt es auch darauf an, ob Sie sich als offiziell gleichberechtigte Mitbewohner (mehrere Mieter, echte Wohngemeinschaft) zusammengetan haben, oder ob es Bevorrechtigte gibt, z.B. Hauptmieter im Verhältnis zum Untermieter

  • Absehbare Konfliktfelder können zwischen den Mitbewohnern vertraglich geregelt werden.
  • Aber auch wenn Sie "im Recht" wären, wenn Sie bestimmen könnten, was in der Wohnung geschieht, empfiehlt sich meist, eine friedlich Einigung zu suchen.
  • Manchmal hilft es, eine(n) Unbeteiligte(n) zu bitten, dass er / sie als "Mediator" oder "Moderatorin" möglichst neutral das Gespräch leitet. 

Persönliche Konflikte

Besonders wenn das Zusammenwohnen auf Partnerschaft oder Zuneigung beruht, und sich diese Verhältnisse ändern, zieht man sich gern an Streitpunkten hoch. Prüfen Sie sorgfältig:

  • Ist wirklich die falsch abgestellte Kaffeetasse das Problem, oder geht es um etwas ganz anderes?
  • Geht es um einen rechtlich / wirtschaftlich wichtigen Punkt, der z.B. den Mietvertrag gefährdet
    (z.B. der Mitbewohner randaliert nachts, die Mitbewohnerin zahlt ihren Mietanteil nicht)?
  • Kann eine Regelung vereinbart werden, die dauerhaft erscheint?

Beendigung des Zusammenwohnens mit Mitbewohnern

Wenn es keine Chance gibt, eine Regelung zu finden, mit der alle Seiten leben können, bleibt manchmal nur, das Zusammenwohnen aufzugeben.

  • Hier kann entscheidend sein, wer rechtlich Mieter der Wohnung ist.
  • Mehrere Mitmieter sind gleichberechtigt, keiner kann den anderen "vor die Tür setzen".
  • Ist ein(e) Mitbewohner(in) nicht selbst Mitmieter, kommt es darauf an, ob ein ausdrückliches Recht, dort mit zu wohnen, zwischen den Bewohnern vereinbart worden ist.
    Achtung: Ehegatten oder eingetragene Lebenspartnern haben meist durch das Gesetz unmittelbar einen Anspruch darauf, dass der andere Partner ihnen Wohnung gewährt.
  • Ein Untermietvertrag kann notfalls gekündigt werden.
  • Besteht gar kein Recht des Mitbewohners, dann kann der Mieter / die Mieterin verlangen, dass dieser Mitbewohner umgehend auszieht.
  • Wenn es gar nicht anders geht, muss der Mietvertrag gekündigt werden - und zwar, wenn mehrere Mieter den Vertrag geschlossen haben, durch alle Mieter gemeinsam.
Hinweis

Eine Vereinbarung zwischen Mitbewohnern wird gegenüber dem Vermieter nur wirksam, wenn auch der Vermieter an der Vereinbarung, der Vertragsänderung mitwirkt, wozu ihn aber niemand zwingen kann.


Redaktion

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