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Untermietvertrag - Heizkosten und Warmwasser - Bruttowarmmiete

Bei der Untermiete wird oft vereinbart, dass die Heizkosten und die Warmwasserkosten in einer Gesamtmiete (Inklusivmiete) enthalten sind.

Hinweis


Nach der Heizkostenverordnung sollen die Kosten für Heizung und Warmwasser verbrauchsabhängig berechnet werden, damit jeder Mieter merkt, was er verbraucht und damit zum Energiesparen angehalten wird.

Es müsste dafür ein monatlicher Vorschuss für Heizkosten und Warmwasserkosten vereinbart werden, und der Hauptmieter müsste dem Untermieter jedes Jahr eine Abrechnung erteilen.

  • Bei der Untermiete ist das aber oft zu umständlich und rechtlich daher oft nicht notwendig.

Untermiete von einzelnen Zimmern, wenn der Hauptmieter auch in der Wohnung wohnt

Wenn einzelne Zimmer einer Wohnung untervermietet werden, und der Untervermieter (Hauptmieter) noch selbst in der Wohnung wohnt, kann ohne weiteres eine Inklusivmiete (Bruttowarmmiete) vereinbart werden. Auch die Vereinbarung einer Pauschale für die warmen Betriebskosten ist dann möglich.

Untervermietung von Zimmern, der Hauptmieter wohnt nicht in der Wohnung

Wohnt der Hauptmieter nicht in der Wohnung, hat aber Zimmer einzeln untervermietet, dann besteht eigentlich die Pflicht, vebrauchsabhängig abzurechnen, erst recht, wenn in den Zimmern Messgeräte an den Heizkörpern sind. 

Hinweis


Allerdings benutzen Untermieter meist auch Gemeinschaftsräume wie Küche, Bad und Flur mit, wo eine Verbrauchsmessung für Einzelne gar nicht möglich ist. Daher wird meist auch für solche Untermietverhältnisse akzeptiert, dass eine Inklusivmiete (Warmmiete) vereinbart wird, oder eine Pauschale für Heizung und Warmwasser neben der Kaltmiete zu zahlen ist.

  • Wird eine Inklusivmiete (Warmmiete) vereinbart, dann sind damit auch die Kosten für Heizung und Warmwasser vollständig abgedeckt.
  • Wird eine Pauschale vereinbart, die sich als zu hoch erweist, muss der Hauptmieter die Pauschale umgehend senken - ist die Pauschale zu niedrig, kann der Hauptmieter für die Zukunft eine angemessene Erhöhung verlangen.
  • Wird eine Vorauszahlung im Untermietvertrag vereinbart, dann muss der Hauptmieter darüber abrechnen, auch wenn das kompliziert wird. Er muss ein etwaiges Guthaben auszahlen, kann aber auch, wenn sich ein Fehlbetrag ergibt, eine Nachzahlung für die abgerechnete Zeit und eine entsprechende Erhöhung des Vorschusses verlangen.

Heizkosten und Warmwasserkosten, wenn die gesamte Wohnung untervermietet wird

Wenn eine ganze Wohnung untervermietet wird, dann gilt grundsätzlich die Pflicht des "Vermieters", hier also des Hauptmieters gegenüber dem Untermieter, den Verbrauch zu erfassen und korrekt abzurechnen.

  • In einem solchen Fall wäre die Vereinbarung einer Inklusivmiete (Warmmiete) oder einer Pauschale für Heizkosten und Warmwasserkosten nicht erlaubt, Ausnahmen gelten z.B. für Untervermietung an soziale Projekte.
Hinweis

Wenn diese Situation eintritt, sollten Sie unbedingt fachkundige Beratung in Anspruch nehmen und klären, wie damit in Ihrem Fall umzugehen ist.

Untervermietung - Betriebskostenabrechnung des Eigentümers, Hauptvermieters 

Erhält der Hauptmieter von seinem Vermieter eine Betriebskostenabrechnung, dann spielt diese im Vertragsverhältnis zwischen Hauptmieter und Untermieter rechtlich keine Rolle.

Sie bietet aber den Vertragsparteien eine Orientierung über entstehende warme Betriebskosten für die Festlegung einer Pauschale.

  • Es kann im Untermietvertrag ausdrücklich vereinbart werden, dass eine Änderung der Pauschale entsprechend dem Ergebnis der jährlichen Betriebskostenabrechnung erfolgt, die der Hauptmieter erhält und dem Untermieter vorlegen muss.



Redaktion


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