Mieterhöhung nach Modernisierung - Umfrage zur geplanten Gesetzesänderung: Abstimmung hier  

Logo

Stromverbrauch, Stromkosten Heizung - Aufteilung durch Schätzung

Kann der Stromverbrauch für die Heizungsanlage nicht durch einen separaten Zähler festgestellt werden, dann kann er geschätzt werden.

Betriebsstrom für die Heizungsanlage muss über die Heizkostenabrechnung umgelegt werden

Wird der Betriebsstrom für die Heizungsanlage nicht durch einen separaten Zähler erfasst, dann kann er trotzdem nicht einfach als Allgemeinstrom auf alle Wohnungen verteilt werden. Es muss geschätzt werden, wieviel Strom die Heizungsanlage verbraucht. Dieser Strom ist dann über die Heizkostenabrechnung umzulegen.

  • Der Vermieter muss in einem solchen Fall in der Abrechnung angeben, dass der Betriebsstromanteil geschätzt ist. Andernfalls ist die Abrechnung formell unwirksam.

Schätzung der Betriebsstromanteile als Betriebskosten - wie wird geschätzt?

Manche Gerichte meinen, der Betriebsstrom könne als ein Prozentsatz von den Brennstoffkosten geschätzt werden (3 bis 5 % werden genannt). Man kann dafür aus den realen Werten von vielen Vergleichsobjekten mit separaten Zählern einen "üblichen" Prozentsatz ermitteln. Allerdings gibt es heute ganz unterschiedliche Stromanbieter und Stromtarife.

Aufwändiger - aber wohl sinnvoller - ist eine Hochrechnung der Stromkosten ausgehend von der vorhandenen Heizungsanlage: Mit Hilfe der Standardkennwerte marktüblicher Anlagen (gemäß DIN 4701-10) und der Heiztage lässt sich der Stromverbrauch errechnen, der dann mit dem jeweiligen Strompreis des konkreten Stromlieferanten multipliziert wird. Fehlerquelle ist hier die falsch eingestellte Heizung, die viel Strom für wenig Heizleistung verbraucht.

  • Hat der Vermieter angegeben, dass geschätzt wurde, legt aber der Vermieter die Schätzmethode nicht gleich in der Abrechnung offen, dann soll die Abrechnung nach Ansicht des Bundesgerichtshofs formell wirksam sein.
Hinweis

In solch einem Fall sollten Sie fachkundigen Rat in Anspruch nehmen. Es ist meist sinnvoll, einen etwa mit der Abrechnung geforderten Nachzahlungsbetrag erst einmal zu zahlen, allerdings unter Vorbehalt.


Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: