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Kaution Mietvertragsende - Vermieter zieht Forderungen ab

Wenn der Vermieter am Mietvertragsende meint, er habe noch offene Ansprüche gegen den Mieter, dann kann er hierfür die Kaution verwerten. 

Das gilt nach einem neueren Urteil des BGH auch für Forderungen, die vom Mieter nicht anerkannt bzw. gerichtlich festgestellt sind:

Kaution - Abrechnung - Aufrechnung von Forderungen durch Vermieter 

Tipp


Wenn der Vermieter mit (angeblichen) Ansprüchen aufrechnet, Sie damit nicht einverstanden sind: Die Verwertung der Kaution anwaltlich prüfen lassen.

Kaution - Vermieter macht Forderungen geltend

  • Ist eine Barkaution geleistet worden, muss der Vermieter hierzu über die Kaution nebst Zinsen abrechnen, seine eigenen (vermeintlichen oder tatsächlichen) Gegenansprüche beziffern, von der Kautionssumme abziehen und den Restbetrag der Kaution auskehren. 
  • Hat der Mieter ein Sparguthaben verpfändet, dann kann der Vermieter auf das Guthaben zugreifen, seine Ansprüche hieraus bedienen, muss gegenüber dem Mieter abrechnen und den verbleibenden Betrag zurückzahlen: 
    Ende des Mietvertrags - Kaution abrechnen, freigeben oder verwerten 
  • Ist Sicherheit durch Bürgschaft gegeben worden, kann sich der Vermieter an den Bürgen wenden und von diesem Zahlung verlangen: 
    Bürgschaft - Vermieter nimmt Bürgen in Anspruch 

Nur Forderungen aus dem Mietverhältnis darf der Vermieter von der Kaution einbehalten

Abziehen darf der Vermieter nur Forderungen aus dem Mietverhältnis, nicht aber aus anderen Gründen entstandene mietfremde Forderungen: 
Kaution Mietvertragsende - Forderungen verrechnen nicht immer möglich.

Es kann natürlich auch sein, dass der Vermieter noch höhere Gegenansprüche geltend macht, als die Kautionssumme überhaupt beträgt.

Dann wird er die Kaution komplett einbehalten und den Betrag, den er darüber hinaus noch meint beanspruchen zu können, vom Mieter (bzw. vom Bürgen) verlangen.


Redaktion


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