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Wäsche waschen und trocknen in der Wohnung

Wäsche waschen und trocknen gehört zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung.

Wenn Sie eine Wohnung gemietet haben, besteht grundsätzlich der Anspruch, dass Sie dort auch Ihre Wäsche pflegen können. Der Vermieter kann das auch nicht nachträglich durch eine einseitige Änderung des Vertrags oder eine neue Hausordnung verbieten.

Verbot oder Beschränkung durch den Mietvertrag

Es reicht auch nicht aus, dass ein Verbot des Waschens und Trocknen von Wäsche irgendwo in der Hausordnung steht. Erforderlich ist eine ausdrückliche und klar erkennbare Individualvereinbarung im Mietvertrag selbst. Dabei gilt:

  • Kleinwäsche, also das Auswaschen und Trocknen von einzelnen Sachen kann überhaupt nicht verboten werden.
  • Eine Formularklausel, die das Waschen und Trocknen von Wäsche verbietet, ist möglicherweise überraschend - da heute allgemein kein Verbot erwartet wird - und unwirksam. Höchstrichterlich entschieden ist das nicht.
  • Eine Formularklausel, die den Betrieb einer Waschmaschine oder eines Trockners in der Wohnung verbietet, ist auch unwirksam.
Hinweis

Wenn in der Wohnung gewaschen und getrocknet wird, muss besonders auf regelmäßiges Lüften geachtet werden. Beim Betrieb von Waschmaschine und Trockner sollte darauf geachtet werden, dass es innerhalb der Ruhezeiten nicht zu Störungen der Nachbarn kommt.

Waschen nur in Gemeinschaftsraum?

  • In älteren Mietverträgen kommt vor, dass Wäschewaschen und Trocknen nur in einer gemeinschaftlichen Waschküche erlaubt ist. Als Formularklausel ist diese Regelung unwirksam.
  • Gibt es eine Gemeinschaftseinrichtung, dann kann der Mieter durchsetzen, dass sie instandgehalten und regelmäßig gereinigt wird. Eine Mietminderung kann dann in Betracht kommen.
Hinweis

Wenn Sie als Untermieter ein einzelnes Zimmer gemietet haben, kann eine Vertragsvereinbarung, die das Waschen und Trocknen im Zimmer verbietet, wirksam sein.


Redaktion


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