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Schriftformklausel im Wohnungsmietvertrag

In vielen Mietverträgen steht, dass Änderungen des Vertrages schriftlich erfolgen müssen, die sogenannte Schriftformklausel.

Klausel zur Schriftform in Formularmietverträgen für Wohnungen meist wirkungslos

Da praktisch alle Mietverträge unter die sogenannten Allgemeine Geschäftsbedingungen fallen, gilt für eine solche Klausel die Grundregel:

Individuelle Vereinbarungen zwischen Vertragsparteien haben immer Vorrang vor solchen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Die Schriftformklausel im Mietvertrag - mündliche Vereinbarungen sind trotzdem möglich

Das heißt, dass die Mietvertragsparteien, trotz dieser Schriftformklausel, wirksam mündliche Vertragsänderungen oder stillschweigende Vertragsänderungen vereinbaren können:
Mietvertrag - Mündliche Vertragsänderungen wirksam?
Mietvertrag - Stillschweigende Änderung ist Ausnahme

Vertragsänderungen zum Mietvertrag immer besser schriftlich vereinbaren  

Trotzdem ist davon abzuraten, sehr wichtige Änderungen nur mündlich oder stillschweigend zu vereinbaren, schon deshalb weil man sie dann später vielleicht nicht mehr beweisen kann.

Dokumentieren Sie also, wenn irgend möglich, sämtliche Vertragsänderungen in jedem Falle schriftlich, und lassen Sie Ihren Vertragspartner die Abänderung unterschreiben.

Neuer Vermieter, Eigentümer widerruft gegenüber Mieter bisher gestattete Nutzung

Auch wenn Ihr Verhältnis zum Vermieter gut ist, Sie auf eine mündliche Vereinbarung vertrauen: 

wenn Sie nicht beweisen können, dass die Ihnen gestattete Nutzung Vertragsinhalt, also zu einer Vertragsänderung des Mietvertrags führte: 
Gewohnheitsrecht - gibt es das im Mietrecht für Mieter?  


Redaktion


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