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Betriebskostenabrechnung - Kosten einer Öltankhaftpflichtversicherung 

Mieter müssen im Rahmen der Bewirtschaftung eines Gebäudes abgeschlossene Versicherungen bezahlen, wenn die Umlage von Betriebskosten im Mietvertrag vereinbart ist: Vereinbarung zur Zahlung kalter Betriebskosten mit Mietvertrag.

Öltankhaftpflichtversicherung zählt zu den umlagefähigen Betriebskosten

Haftpflichtversicherungen des Gebäudes dürfen als Schutz gegen die Folgen von Schäden durch Wasser, Feuer, Sturm vom Vermieter abgeschlossen und als Betriebskosten umgelegt werden.

Gewässerschadenhaftpflichtversicherungen fallen darunter und decken das Risiko von Bodenverunreinigungen bzw. Trinkwasserverunreinigungen ab, das der Hauseigentümer verschuldensunabhängig trägt. Die Haftpflichtversicherung für einen Öltank zählt daher zu den umlagefähigen Betriebskosten.

Beispiel

Die Versicherungskosten für eine unterirdische Öllagerung (Erdtank), z.B. 20.000 Liter für ein Mehrfamilienhaus, reichen von ca. 100 Euro bis ca. 300 Euro pro Jahr.

  • Die Öltankhaftpflichtversicherung kann in der Gebäudehaftpflichtversicherung mit enthalten sein, wird dann in einer Betriebskostenabrechnung nicht gesondert aufgeführt, sondern wird über die Prämienzahlung für die Gebäudehaftpflichtversicherung mit bezahlt.

Die Kosten dieser Versicherung sind dann nicht über die Heizkostenabrechnung zu belasten, sondern sind als Versicherungskosten auszuweisen.

Tipp


In den letzten Jahren wurden viele Ölheizungen auf Gasheizungen umgestellt. Daher kann es möglich sein, dass eine Einsparung bei den Versicherungskosten erzielbar ist. 

Wurde eine gesonderte Öltankhaftpflichtversicherung abgeschlossen, so kann diese vom Vermieter einfach gekündigt werden. Wird sie aufrechterhalten, kann das ein Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot sein.


Redaktion


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