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Wärmecontracting als Betriebskosten der Heizkostenabrechnung

Vermieter können die Belieferung ihres Hauses mit Wärme (auch für Warmwasser) auf einen gewerblichen Anbieter übertragen.

Wird die Anlage von einem Dritten (gewerblicher Anbieter) betrieben, dann bezeichnet man dies als Wärmecontracting. 

Heizkostenabrechnung - Versorgung mit Wärme und Warmwasser erfolgt mit Wärmecontracting

Im Rahmen solcher Verträge müssen Mieter die für die Heizkostenabrechnung entstehenden Betriebskosten tragen,

  • wenn schon von Beginn an vereinbart ist, dass der Mieter die Betriebskosten für Wärme oder Warmwasser zu zahlen hat und dass die Versorgung durch einen externen Anbieter erfolgt.
    Dazu prüfen Sie Ihren Mietvertrag.
    Vereinbarung über Kosten von Heizung und Warmwasser

Lieferung von Wärme und Warmwasser - Umstellung der Versorgung auf einen Dienstleister

Auch wenn erst später, während des laufenden Mietvertrags, eine Umstellung der Versorgung auf einen externen Anbieter erfolgt, sind die von dem Anbieter berechneten Kosten umlegbar, wenn

  • vereinbart ist, dass der Mieter die Betriebskosten für Wärme oder Warmwasser zu zahlen hat,
  • nach Umstellung der Versorgung auf einen externen Anbieter eine neue Anlage eine verbesserte Energieeffizienz hat, 

  • die Kosten der neuen Belieferung die bisherigen Betriebskosten für die Belieferung mit Wärme (und Warmwasser) nicht übersteigen.
Hinweis


Sind die Kosten für die Wärmelieferung (auch Warmwasser) nach der Umstellung auf das Contracting höher als die Betriebskosten zuvor, dann kann ein Vermieter nur die Betriebskosten umlegen, die der Mieter ohne das Wärmecontracting gezahlt hätte - also die Kosten, die zuvor dem Mieter für die Wärmelieferung berechnet wurden; der Vermieter muss darauf achten, dass die Kosten für das Wärmecontracting wirtschaftlich sind: 
Betriebskosten für Heizung und Warmwasser müssen wirtschaftlich sein

Wärmecontracting - umlagefähige Betriebskosten für Heizung und Warmwasser

Vermieter müssen darauf achten, dass nur umlagefähige Kosten aus der Abrechnung des gewerblichen Lieferanten als Betriebskosten umgelegt werden und der Vermieter ist immer verpflichtet, eine ordnungsgemäße Heizkostenabrechnung gemäß der Heizkostenverordnung zu erstellen.

Anschaffung einer neuen Heizungsanlage über Leasing - Leasingkosten sind keine Betriebskosten

Leasingkosten für die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage, sind keine umlagefähigen Betriebskosten, ebensowenig Reparaturen, Instandhaltungen der Heizungsanlage.
Wartungskosten für die Heizung sind jedoch vom Mieter zu zahlende Betriebskosten.

Zu überprüfen sind Vollwartungsverträge.

Hinweis


Es gilt als zulässig, wenn der Vermieter zunächst die Heizung modernisiert, dafür eine Modernisierungsmieterhöhung durchführt und der Vermieter danach einen Wärmelieferungsvertrag abschließt.

Tipp


Das Prüfen einer Heizkostenabrechnung in Verbindung mit einem Wärmecontracting-Vertrag ist kompliziert.

Häufige Streitpunkte sind die in Rechnung gestellten Kosten für Brennstoffe, die angesetzten Grund- und Arbeitspreise und auch die Herstellung der Vergleichbarkeit berechneter Heiz- und Warmwasserkosten über das Wärmecontracting mit zuvor für Heiz- und Warmwasser berechneter Betriebskosten. Lassen Sie sich wegen einer Prüfung der Abrechnung von Fachleuten, z.B. bei einem Mieterverein, beraten.



Redaktion


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