Logo

Prüfung Heizkostenabrechnung - Belege, Verträge als Mieter prüfen

Zur Prüfung der vom Vermieter übersandten Heizkostenabrechnung können Mieter die Unterlagen beim Vermieter oder bei der für die Abrechnung beauftragten Hausverwaltung einsehen.

Betriebskosten, Heizkosten prüfen - Mieter haben Einsichtsrechte in Abrechnungsunterlagen

Die Prüfung einer Heizkostenabrechnung ist nicht einfach - wenn Sie einen Termin vereinbaren, so sollten Sie zuvor überlegen und ggf. Rat einholen, welche Belege Sie für die Einsichtnahme verlangen wollen.

Die Gerichte haben entschieden, dass Mieter zur Überprüfung der Abrechnung für Heizkosten und Warmwasserkosten sehr weitgehende Einsichtsrechte haben.

Mieter können für alle in ihrer Abrechnung angesetzten Kosten Rechnungen für den Einkauf von Energie, Quittungen (Zahlungsbelege), auch Verträge einsehen, und zwar die Originalbelege.

Allgemein kann man sagen:
Mieter können in alle Unterlagen Einsicht verlangen, die erforderlich sind, damit die Abrechnung rechnerisch und gedanklich nachvollziehbar ist.

  • Da die Heizkosten zum Teil nach Quadratmetern umgelegt werden, können Mieter bei Zweifeln auch Einsicht in die Wohnflächenberechnungen verlangen.

Prüfung Heizkostenabrechnung - Mieter können vom Vermieter angeschlossene Verträge prüfen

Auch Verträge dürfen eingesehen, geprüft werden:
Heizkostenabrechnung, Warmwasserkosten - Belege, Verträge einsehen 
z.B. ein Wärmelieferungsvertrag,

der Vertrag mit der Ablesefirma,

Wartungsverträge.

Berechnete Kosten der Heizkostenabrechnung für die Mietwohnung prüfen

Die möglichen Betriebskosten sind nach der Art der Heizung unterschiedlich.

Meist finden sich folgende Kostenpositionen in der Heizkostenabrechnung:

Allgemeine Betriebskosten für Heizungsanlagen in der Heizkostenabrechnung

Bestimmte Kosten fallen für Heizungsanlagen immer an. Davon werden auf alle Mieter z.B. umgelegt:

Mietkosten für Heizkostenverteiler, elektronische Wärmezähler - umlagefähige Betriebskosten?

Mietkosten für Heizkostenverteiler können umlagefähige Kosten sein.
Bei der Umstellung von normalen Wärmezählern auf elektronische Messgeräte besteht eine Ausnahme.

Umstellung Wärmezähler auf elektronische Messgeräte - Mietkosten als Betriebskosten

Bei der Umstellung von Verdunstungszählern auf elektronische Messgeräte muss der Vermieter beachten, dass die Mieter unter Angabe der zu erwartenden künftigen Mietkosten als Betriebskosten zu informieren sind.

  • Wäre die Mehrheit der Mieter gegen die geplante Umstellungsmaßnahme, und würde der Vermieter trotzdem die Umstellung durchführen, so wären Mietkosten oder Leasingkosten gemäß der Heizkostenverordnung auf die Mieter nicht als Betriebskosten umlegbar, § 4 HeizKV.

Recht zur Einsicht in Heizkostenabrechnungen anderer Mieter, Mietwohnungen

Die Heizkostenabrechnung basiert auf dem Gesamtverbrauch an Heizenergie des Hauses.

  • Sie können deswegen Unterlagen über alle abgelesenen Messwerte und die Verbrauchsdaten der Wirtschaftseinheit verlangen, über die abgerechnet wird.
  • Sie können also die Ablesewerte / Messwerte aller anderen Wohnungen des Hauses verlangen, und zwar die abgelesenen / erfasssten Verbrauchseinheiten sämtlicher Heizkörper. Dazu gehören auch Ablesequittungen und sonstige Dokumente über die Verbrauchsdaten (z.B. Typenblätter der Heizkörper).

Die Summe der Einzelverbrauchswerte ergibt ja den Gesamtverbrauch, an dem Sie über die sogenannten Grundkosten durch eine Umlage beteiligt sind.

Belege zur Nebenkostenabrechnung sind beim Vermieter, Verwalter einzusehen, zu prüfen

Sie können die Verwaltung bitten, Ihnen Kopien der Belege zu geben. Sie können das auch erleichtern, indem Sie sich bereit erklären, die Kosten für Kopien zu tragen.

  • Ein Anspruch auf Überlassung von Kopien () besteht normalerweise nicht, wenn keine Ausnahmen bestehen.
  • Jedoch darf Ihnen nicht verweigert werden, Fotos von den Belegen machen, oder sogar Belege zu scannen.

Ihre Notizen, Kopien, Fotos sollten Sie dann einem fachkundigen Berater vorlegen und mit diesem klären, ob es sich lohnt, Einwendungen gegen die Abrechnung zu erheben oder weiter zu verfolgen.

Einwand gegen die Heizkostenabrechnung . die Einwendungsfrist ist zu beachten

Werden nicht innerhalb der Einwendungsfrist nachvollziehbare Einwände gegen die Abrechnung erhoben, dann kann dies später nicht nachgeholt werden, auch eine fehlerhafte Abrechnung ist dann wirksam!

Ist die vollständige Prüfung der Unterlagen nicht möglich, weigert sich der Vermieter, pder fehen Unterlagen und Belege, dann können Mieter ihr Einsichtsrecht gerichtlich durchsetzen.
Klage auf Einsicht in die Belege der Betriebskostenabrechnung 


Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: