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Schimmelbildung - Lüften der Wohnung, Regelungen im Mietvertrag

Es gibt keine festen Regeln dafür, wie oft Sie als Mieter die Wohnung lüften müssen.

Schimmelbildung vermeiden - Für das Lüften gibt es eine Faustregel

Nach einer Faustregel soll in der Wohnung ein Raumklima mit einer durchschnittlichen Raumtemperatur von 20 Grad herrschen, und die durch die Wohnnutzung entstehende Feuchtigkeit soll durch dreimal tägliches Stoßlüften (also Lüften mit offenen Fenstern, nicht nur gekippt) von jeweils 3 bis 5 Minuten ausgeglichen werden.

Hinweis

Wenn in der Wohnung zeitweise viel Feuchtigkeit frei wird, beispielsweise durch Duschen oder Baden oder Wäsche Waschen, ist zu empfehlen, dass Sie anschließend kräftig durchlüften. Häufigeres Lüften kann auch sinnvoll sein, wenn Sie in Ihrer Wohnung viele Pflanzen halten oder ein großes Aquarium haben.

Besonders Lüften in der Mietwohnung  - Baualter des Hauses, Regelung im Mietvertrag

Das Lüftungsverhalten, das der Mieter umsetzen soll, muss zunächst dem Baualter des Hauses angemessen sein. 

  •  Falls die Wohnung baubedingt ein besonderes Lüftungsverhalten nötig macht, muss der Vermieter das ausdrücklich und konkret mitteilen, z.B. über eine angemessene Regelung im Mietvertrag
  • Es ist dafür nicht ausreichend, dass ein allgemeines Merkblatt zum Lüften dem Mietvertrag beigefügt wird, dies dann eine für den Mieter gültige Regelung sein soll.

Lüften der Wohnung - Es wurden neue Fenster eingebaut, das Haus wurde modernisiert 

  • Das gilt z.B. auch, wenn hochwirksame wärmeisolierende Fenster eingebaut wurden, das Haus eine Wärmedämmung erhalten hat und der Mieter deswegen künftig anders lüften soll als bisher.

Schimmelbildung an Außenwänden - keine Möbel dort aufstellen

  • Falls Möbel nicht direkt an die Außenwände gestellt werden können, damit kein Schimmel auftritt, dann muss der Vermieter darauf besonders den Mieter hinweisen.

Wenn der Mietvertrag zum Lüften der Wohnung Regelungen enthält - Zumutbarkeit

Gelegentlich wird in Mietverträgen ein Heiz- und Lüftungsverhalten verlangt, das Mietern nicht zumutbar ist und deswegen nicht praktiziert werden muss, etwa die dauernde Beheizung des Schlafzimmers mit 20 Grad oder eine generelle Tagestemperatur von 22 Grad, oder dass ein berufstätiger Mieter dafür sorgt, dass auch in seiner Abwesenheit gelüftet wird.

Hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung begünstigt das Entstehen von Schimmel

Wenn Sie den Eindruck haben, die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung könnte zu hoch sein, besorgen Sie sich ein Luftfeuchte-Messgerät. 

  • Für Wohnräume wird eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 55 Prozent empfohlen. 
  • Wenn die Feuchtigkeit über 60 % liegt, sollte näher geprüft werden, woran das liegen kann, denn dann steigt die Gefahr der Schimmelbildung. 


Redaktion


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