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Mieterhöhung - Begründung des Vermieters durch Gutachten

Der Vermieter kann zur Begründung seiner Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete ein Sachverständigengutachten vorlegen.

Privatgutachten für Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete

Das Gutachten eines vom Vermieter beauftragten Sachverständigen nennt man Privatgutachten, weil es nicht vom Gericht, sondern von einem Gutachter erstellt wird, den der Vermieter beauftragt und bezahlt.

In einem solchen Gutachten (unter dem vorstehenden Link finden Sie weitere Einzelheiten zu einem solchen Gutachten) begründet der Sachverständige, welche Miete aus seiner Sicht für die Wohnung, um die es geht, ortsüblich ist. 

Mieterhöhung ortsübliche Vergleichsmiete - Gutachter hat die Wohnung nicht besichtigt

  • Die formelle Wirksamkeit eines mit einem Gutachten begründeten Mieterhöhungsverlangens ist nicht davon abhängig, ob der Sachverständige die Wohnung des Mieters besichtigt hat. 

Das Gutachten muss nur nachvollziehbare Aussagen für den Mieter über die tatsächliche ortsübliche Vergleichsmiete enthalten und die betreffende Wohnung richtigerweise für die Begründung des Mieterhöhungsverlangens gemäß der gesetzlichen Merkmale und Vergleichbarkeit einordnen.

Hinweis


Der Gutachter muss die notwendige Sachkunde haben. In der Regel sollten solche Gutachter langjährig tätig sein, auf viele Daten vieler Vermieter zu vielen Wohnungen zurückgreifen können und detaillierte Kenntnisse des örtlichen Wohnungsmarkts haben. 

Vermieter begründet Mieterhöhung mit einem Gutachten

Kommt ein solches Gutachten zu dem Ergebnis, dass die ortsübliche Miete für Ihre Wohnung z.B. bei 7,00 € pro qm liegt, kann der Vermieter die Erhöhung Ihrer Miete auf diesen Mietpreis damit begründen.

  • Das heißt aber nicht, dass das Gericht im Streitfall auch entscheiden wird, dass Sie einer Erhöhung der Miete in dieser Höhe zustimmen müssen.

Ein Gutachten zur Begründung einer Mieterhöhung muss nicht richtig sein

Der Vermieter hat durch ein beigefügtes Privatgutachten lediglich formelle Voraussetzungen erfüllt, die Erhöhungserklärung ist durch das beigefügte Privatgutachten formell ordnungsgemäß begründet. 

  • Um zu entscheiden, ob die ortsübliche Miete für Ihre Wohnung tatsächlich 7,00 € pro qm beträgt, greift das Gericht auf andere Beweismittel zurück, nämlich entweder einen Mietspiegel oder das Gericht beauftragt selbst einen (anderen) Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens.


Redaktion


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