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Mieterhöhung auf ortsübliche Miete - Teilzustimmung zur Mieterhöhung

Eine Teilzustimmung zu einer Mieterhöhung (Vergleichsmietenerhöhung) auf die ortsübliche Miete kann eine Klage des Vermieters auf Zustimmung zur vollen Mieterhöhung nicht absolut verhindern,

  • aber eine Teilzustimmung kann das Risiko für Mieter verringern, dass eine Zustimmungsklage vom Vermieter erhoben wird.
  • Wenn der Vermieter Sie trotzdem verklagt, und wenn Sie wegen des Rests doch zur Zustimmung verurteilt werden. 
Hinweis


Wenn Vermieter die Zustimmung zu einer Mieterhöhung in Richtung auf die ortsübliche Vergleichsmiete verlangen, und Mieter stimmen dem nicht zu, dann kann der Vermieter die höhere Miete nur durchsetzen, indem er bei Gericht eine Zustimmungsklage einreicht und das Gericht Sie zur Zustimmung verurteilt.

Teilzustimmung zur Mieterhöhung - Vermieter erhebt Zustimmungsklage

  • Die Kosten eines Prozesses können durch eine Teilzustimmung zur Mieterhöhung geringer sein.
  • Wenn die Einwände berechtigt sind, haben Mieter gute Chancen, den Prozess insgesamt zu gewinnen. 

Wie eine Teilzustimmung zur Mieterhöhung gegenüber Vermieter begründen?

Wenn Sie nicht die ganze Mieterhöung akzeptieren, dann sollten Sie auch begründen, warum Sie die Mieterhöhung nur zu einem Teil akzeptieren.

Beispiele


Begründungen für eine Teilzustimmung zu einem Mieterhöhungsverlangen - Beispiele

- Der Vermieter verlangt die Zustimmung zu einer Erhöhung um 50 € ab 1. Oktober, Sie halten aber nach dem Mietspiegel nur eine Erhöhung um 40 € für berechtigt.

Die Wohnung ist nach dem geltenden Mietspiegel nicht in eine gute Wohnlage einzuordnen. Es trifft das Mietspiegelfeld "einfache Wohnlage" zu. Daher beträgt die anzusetzende Miete .... Ich / wir stimmen daher einer Mieterhöhung für einen Teilbetrag in Höhe ... Euro zu.

- Der Vermieter verlangt eine Erhöhung ab 1. Oktober, Sie haben aber die Erhöhungserklärung erst so spät erhalten, dass Sie die Erhöhung erst ab 1. November für berechtigt halten.

Ich / wir stimmen der Mieterhöhung (für einen Teilbetrag) in Höhe von ... Euro, aber erst zum 1. November wegen des verspätet zugegangenen Mieterhöhungsschreibens, zu.

- Sie sind der Meinung, dass die Ausstattung der Wohnung die vom Vermieter geforderte Mieterhöhung nicht zulässt.

Die genannten Ausstattungsmerkmale treffen nicht alle zu. Unzutreffend ist: ... .Daher beträgt die anzusetzende Mieterhöhung nur ...,

- Innerhalb des Schreibens hat der Vermieter nicht den niedrigsten Mietpreis für genannte Vergleichswohnungen zur Grundlage der Mieterhöhung gemacht.

Sie haben nicht den niedrigsten Mietpreis der von Ihnen benannten (drei) Vergleichswohnungen Ihrem Mieterhöhungsverlangen zu Grunde gelegt. Daher beträgt die anzusetzende Miete...,

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Der Vermieter kann dann immer noch, wegen eines aus seiner Sicht fehlenden Rests zur Mieterhöhung, Zustimmungsklage erheben - dann entscheidet das Gericht über die berechtigte Höhe. 

Teilzustimmung zur Mieterhöhung, weil Kappungsgrenze nicht eingehalten wurde

Teilzustimmung zur Mieterhöhung einer ortsüblichen Miete, weil der Vermieter die Kappungsgrenze nicht eingehalten hat:

Beispiel:

Hinweis


Überschreitet eine Mieterhöhung die Kappungsgrenze, dann ist das Mieterhöhungsverlangen des Vermieters nicht unwirksam, aber die Mieterhöhung ist, wenn die Kappungsgrenze überschritten wird, um den die Kappungsgrenze übersteigenden Mehrbetrag zu kürzen.

Tipp


Prüfen Sie immer, ob das Mieterhöhungsverlangen wirksam ist. Es gibt viele Gründe, die eine Mieterhöhung verzögern, sogar auf lange Zeit ausschließen. Hierzu ist eine anwaltliche Beratung sehr zu empfehlen.



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