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Mieterwechsel - Vermieter dürfen Verwaltungskosten nicht verlangen

Der Vermieter darf Kosten, die durch einen Mieterwechsel bei einer Mietwohnung entstehen, nicht vom Mieter verlangen, dem Mieter in Rechnung stellen.

Der Bundesgerichtshof hat das schon 1991 entschieden.

Kosten des Vermieters für das Abschließen eines Mietvertrages sind Verwaltungskosten

Der BGH erklärte eine Formularklausel im Mietvertrag für unwirksam, wonach

"Kosten und Abgaben, die mit dem Abschluss dieses Vertrags verbunden sind, zu Lasten des Mieters gehen" sollten.

Vermieter verlangt Verwaltungsgebühr für Umschreibung eines Mietvertrags

Vermieter darf keine Bearbeitungsgebühren vom Mieter verlangen

Dies wird von der Rechtsprechung auch ziemlich konsequent angewandt. Inserat- und Verwaltungskosten des Vermieters, Bearbeitungsgebühr, Mieterwechselpauschale, all dies sind Verwaltungskosten, die der Vermieter nicht gesondert vom Mieter einfordern darf.

Weiterberechnung von Verwaltungskosten der Hausverwaltung an Mieter

Berechnet ein Hausverwalter im Rahmen eines Mieterwechsels dem Eigentümer / Vermieter Verwaltungskosten, so darf der Vermieter diese nicht an seinen Mieter weiterberechnen.

  • Auch Kosten, die eine Hausverwaltung geltend macht, weil ihr beim Eintritt eines neuen Mieters in eine Wohngemeinschaft Kosten für die Einholung einer Selbstauskunft und die Vertragsänderung entstanden sind, wurden von Gerichten als Verwaltungskosten angesehen, die der Vermieter selbst zu tragen habe.
Hinweis


Manchmal kann nicht vermieden werden, solche Kosten erst einmal zu bezahlen. Wenn Sie überweisen, sollte das unter Rückforderungsvorbehalt geschehen.

Bei einer Barzahlung darauf achten, dass man eine Quittung bekommt (wenn das überhaupt möglich ist, ohne den Vertragsabschluss zu gefährden)!

Danach kann man sich immer noch diese Kosten zurückholen, die Rückzahlung einklagen, wenn diese nicht zurück überwiesen werden. 


Redaktion


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