Logo

Keine verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung - Kürzung um 15%

Wenn der Vermieter die warmen Betriebskosten - Kosten für Heizung und Warmwasser (Heizkostenabrechnung) - nicht ordentlich verbrauchsabhängig abrechnet, kann der Mieter die auf seine Wohnung entfallenden Kosten um 15% kürzen.

  • Aber mindestens 50 % der Kosten müssen nach dem erfassten Verbrauch jeder Wohnung verteilt werden. Damit soll den Mietern die Möglichkeit gegeben werden, zu einem insgesamt möglichst sparsamen Verbrauch beizutragen.
  • In manchen Fällen kann auch verlangt werden, dass 70 % der Kosten nach dem Verbrauch umgelegt werden. Einzelheiten dazu finden Sie hier.

Die Heizkostenverordnung regelt auch näher, wie der Vermieter den Verbrauch messen muss.

Kürzung der Abrechnung, wenn keine ordentliche verbrauchsabhängige Berechnung erfolgt

  • Wenn der Vermieter gegen diese Regelungen verstößt, der Verbrauch in den verschiedenen Räumen nicht korrekt erfasst wird, z.B. weil keine Erfassungsgeräte (Heizkostenverteiler) vorhanden sind, und dem Mieter also aufgrund nicht ordentlicher Erfassung eine Abrechnung erteilt, dann hat der Mieter ein Kürzungsrecht von 15 %. Auch dies steht in der Heizkostenverordnung.

Der Bundesgerichtshof hat 2016 nochmals entschieden, wie diese Kürzung zu berechnen ist: 

  • Sie müssen lediglich in der fehlerhaften Abrechnung suchen, welche anteiligen Kosten für Ihre Wohnung dort angegeben sind. Diese Kosten kürzen Sie um 15 %.

Dem Restbetrag stellen Sie dann Ihre Vorauszahlungen gegenüber, die Sie in dem Abrechnungszeitraum gezahlt haben. Es wird sich dann also - je nachdem, wie das Endergebnis vorher aussah - eine geringere Nachzahlung oder sogar ein Guthaben für Sie ergeben.

Hinweis

Nicht immer ist eindeutig, ob die Kosten korrekt verbrauchsabhängig angesetzt worden sind. Bei Zweifeln lassen Sie die Abrechnung fachkundig prüfen.


Redaktion


Hinweis

Durch Klick auf einen Tag erhalten Sie Inhalte zum Stichwort: