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Heizkostenabrechnung - Schätzung von Heizkosten

Eine Heizkostenabrechnung des Vermieters, die sich auf eine Schätzung des Verbrauchs beruft, ist formell ordnungsgemäß.

Grundsätzlich muss der Vermieter die für eine Wohnung aufgewendete Heizenergie nach dem Verbrauch dieser Wohnung abrechnen. Die Heizkostenverordnung stellt dazu auch genaue Anforderungen. 

Heizkosten schätzen ist möglich, wenn Verbrauch nicht gemessen werden kann

Kann der Verbrauch (Heizkosten und/oder Warmwasserverbrauch) nicht gemessen werden, ist auch eine Schätzung zulässig, die Heizkostenverordnung gibt wiederum an, wie eine Schätzung vorzunehmen ist.

Ob geschätzt werden durfte, und ob korrekt geschätzt wurde, kann vor Gericht geprüft werden, wenn Mieter und Vermieter darüber streiten, in welcher Höhe eine Nachzahlung zu leisten ist, bzw. darüber, ob der Mieter ein Guthaben zurückfordern kann.

Heizkostenschätzung kann zu höheren Vorauszahlungen für Betriebskosten führen

Kommt der Vermieter in seiner Abrechnung auf eine Nachzahlungsforderung - auch wenn diese auf einer nicht näher erklärten Schätzung des Verbrauchs beruht - dann kann der Vermieter die Vorauszahlungen erhöhen. Vorauszahlungen sind Teil der Miete, das heißt die Nichtzahlung der geforderten Vorauszahlung führt zu einem Mietrückstand.

Hinweis


Sie sollten daher die aufgrund einer Abrechnung geforderte höhere Vorauszahlung bezahlen, auch wenn die Abrechnung Schätzungen enthält.
Die Nichtzahlung der Vorauszahlung führt zu einem Risiko der Kündigung, schon wenn insgesamt mehr als eine Monatsmiete Rückstand besteht - wenn insgesamt mehr als zwei Monatsmieten offen sind, sogar zum Risiko einer fristlosen Kündigung: 
Mietschulden - fristlose, fristgemäße Kündigung Mietvertrag möglich 

Nehmen Sie wegen der weiteren Schritte fachkundige Beratung in Anspruch.


Redaktion


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